Ein 48-jähriger Mann wollte am Freitagmorgen bei der Bundespolizei in Osnabrück Anzeige erstatten, weil er zuvor am Hauptbahnhof geschlagen worden war. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Der Mann wurde daraufhin selbst festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Anzeige führt zu unerwarteter Festnahme
Der 48-jährige Deutsche erschien gegen 6 Uhr auf der Wache des Bundespolizeireviers Osnabrück. Er wollte eine Straftat melden: Kurz zuvor war er im Hauptbahnhof Osnabrück geschlagen worden. Während die Beamten seine Angaben aufnahmen, prüften sie routinemäßig seine Personalien in den polizeilichen Systemen.
Dabei kam heraus, dass gegen den Mann bereits ein Haftbefehl vorlag. Grund war eine frühere Sachbeschädigung. Aus dem vermeintlichen Opfer wurde so binnen Minuten ein gesuchter Straftäter.
Geldstrafe konnte nicht bezahlt werden
Um die Haftstrafe von 13 Tagen abzuwenden, hätte der Mann eine Geldstrafe von 390 Euro zahlen müssen. Diesen Betrag konnte er jedoch nicht aufbringen. Die Bundespolizisten hatten daher keine andere Möglichkeit, als den Haftbefehl zu vollstrecken.
Der 48-Jährige wurde im Anschluss an die gescheiterte Anzeigenaufnahme in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er die kommenden 13 Tage verbringen muss.

