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Karte des Erlaubnisfeldes Oberharz im westlichen Harz

LBEG teilt Erlaubnisfeld Oberharz für großräumige Rohstoffsuche zu

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Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Beak Consultants GmbH aus Freiberg in Sachsen das Erlaubnisfeld Oberharz zugeteilt. Damit darf das Unternehmen in weiten Teilen des westlichen Harzes großräumig nach Bodenschätzen suchen, die Erlaubnis gilt vier Jahre lang bis zum 14. September 2030.

Fast 495 Quadratkilometer zwischen Bad Harzburg und Seesen

Das Erlaubnisfeld reicht von Bad Harzburg im Osten bis zur Bundesautobahn 7 bei Olderode südlich von Seesen im Westen, vom Langelsheimer Ortsteil Nauen im Norden bis nach Osterode am Harz im Süden. Es umfasst knapp 494,6 Quadratkilometer und überschneidet sich teilweise mit bestehenden gewerblichen Aufsuchungserlaubnissen und Bergwerkseigentumen. Das ist rechtlich zulässig: Nach § 7 Abs. 2 des Bundesberggesetzes schließt eine gewerbliche Aufsuchungserlaubnis die zusätzliche Erteilung einer großräumigen oder wissenschaftlichen Aufsuchungserlaubnis nicht aus.

Forschungsprojekt zu neuen Erkundungsmethoden

Die Beak Consultants GmbH will vorrangig zu wissenschaftlichen Zwecken suchen, im Rahmen des Verbund-Forschungsprojekts Desmex-MinD. Ziel ist es, neue Erkundungs- und Explorationsmethoden für mögliche Bergbauregionen in Deutschland zu entwickeln, untersucht wird das anhand von Mineralsystemen im Erzgebirge und im Oberharz. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert, die Leitung liegt bei der Universität Münster. Das LBEG ist einer von zehn Projektpartnern, dabei allerdings in seiner Funktion als Staatlicher Geologischer Dienst und nicht als Bergbehörde.

Betroffene Kommunen wurden vorab angehört

Vor der Zuteilung hatte das LBEG die betroffenen Landkreise Göttingen, Goslar und Northeim sowie die Städte Bad Harzburg, Clausthal-Zellerfeld, Goslar, Langelsheim, Osterode am Harz und Seesen und die Gemeinden Bad Grund und Kalefeld zur Stellungnahme aufgefordert. Zunächst werden nur vorliegende Bohrkerne und Sedimentproben untersucht. Für tiefergehende technische Arbeiten braucht die Beak Consultants GmbH gesonderte bergrechtliche Betriebspläne, deren Zulassung wiederum ein eigenes Beteiligungsverfahren voraussetzt.

Die Erlaubnis zur großräumigen Aufsuchung bezieht sich auf mehr als 50 Rohstoffe, von Metallen wie Kupfer, Nickel, Kobalt und Lithium über Seltene Erden wie Lanthan und Yttrium bis zu Flussspat und Schwerspat. Eine Aufsuchungserlaubnis ist zunächst nur das Recht, im festgelegten Gebiet nach diesen Rohstoffen zu suchen, weitergehende technische Maßnahmen sind damit noch nicht genehmigt.

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