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Blindgängerverdacht: Bombenprüfung in Münster

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Die Stadt Münster lässt am Sonntag, 11. Oktober 2026, einen Blindgängerverdacht auf dem Lamberti-Kirchplatz überprüfen. Sondierungsbohrungen hatten zuvor Hinweise auf eine Weltkriegsbombe im Boden geliefert. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss die Innenstadt am Mittag evakuiert werden.

Sondierungsbohrungen erhärten Bombenverdacht

Bereits im Vorfeld hatten Kampfmittelräumer den Lamberti-Kirchplatz in Münster mit Sondierungsbohrungen untersucht. Die Ergebnisse verstärkten den Verdacht, dass dort noch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich liegt. Am 11. Oktober 2026 – ausnahmsweise an einem Sonntag – rücken Experten erneut an, um den Fundort genauer zu untersuchen und gegebenenfalls freizulegen.

Die ungewöhnliche Terminwahl an einem Wochenende soll die Beeinträchtigungen für Anwohner und Geschäfte in der Innenstadt möglichst gering halten. Dennoch bereitet sich die Stadt auf den Ernstfall vor: Sollte sich der Verdacht bestätigen und eine Entschärfung notwendig werden, sind weitreichende Sperrungen und eine Evakuierung unumgänglich.

Diese Bereiche wären bei einer Entschärfung betroffen

Im Falle einer Entschärfung beginnt die Evakuierung des Altstadtkerns ab dem Mittag. Betroffen wären dann zentrale Bereiche der Münsteraner Innenstadt: der Domplatz und die Straße Bült müssten ebenso gesperrt werden wie der belebte Prinzipalmarkt. Auch Teile der Salzstraße und der Ludgeristraße wären von der Sperrung betroffen.

Damit reicht der mögliche Evakuierungsbereich weit in die historische Altstadt hinein – ein Gebiet, das an gewöhnlichen Sonntagen stark von Touristen und Einheimischen frequentiert wird. Die Stadt Münster bittet Anwohner und Besucher, sich am Einsatztag über aktuelle Informationen der Behörden auf dem Laufenden zu halten und im Fall einer Entschärfung den Anweisungen der Einsatzkräfte zeitnah zu folgen.

Kampfmittelfunde in Münster keine Seltenheit

Funde von Weltkriegsmunition sind in Münster und vielen anderen deutschen Städten keine Seltenheit. Die dichte Bebauung der historischen Altstadt macht Entschärfungen dabei besonders aufwendig, da große Bereiche vorsorglich geräumt werden müssen. Ob es am 11. Oktober tatsächlich zu einer Entschärfung und damit zur angekündigten Evakuierung kommt, hängt vom Ergebnis der bevorstehenden Untersuchung ab. Die Stadt Münster kündigte an, rechtzeitig über den weiteren Verlauf und mögliche Sperrungen zu informieren.

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