Die Stadt Dülmen legt ihren Haushalt für 2027 und 2028 später vor als geplant. Statt am 15. Oktober soll der Entwurf erst in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 10. Dezember, eingebracht werden. Grund sind nach Angaben der Stadt deutlich schlechtere Rahmenbedingungen, vor allem ein Rückgang der Schlüsselzuweisungen des Landes um rund 6 Millionen Euro.
Kreis fordert weitere Einsparungen
Dülmen steht seit 2024 unter Haushaltssicherung. Der Kreis Coesfeld hat als Aufsichtsbehörde mit Schreiben vom 30. Juni zusätzliche Sparanstrengungen verlangt. Die Verwaltung will deshalb alle wichtigen Haushaltspositionen noch einmal prüfen und weitere Konsolidierungsmaßnahmen erarbeiten. „Dieser Aufforderung möchten wir bestmöglich nachkommen“, sagt Bürgermeister Carsten Hövekamp. Er und Kämmerin Carolin Sowade hatten die Verschiebung am Montag, 21. September, mit den Fraktionsspitzen abgestimmt.
Erstmals ein Doppelhaushalt
Neu ist, dass Dülmen erstmals einen Doppelhaushalt für zwei Jahre aufstellt, zusammen mit einer Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzepts. Kämmerin Sowade verspricht sich davon mehr Planbarkeit bei Investitionen und dass Maßnahmen früher umgesetzt werden können. Außerdem verschaffe der Doppelhaushalt Luft, um die Konsolidierung konzentriert anzugehen.

