Rund 83,5 Millionen Euro zahlt der Kreis Coesfeld in diesem Jahr als Landschaftsumlage an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Über den LWL-Haushalt und eine engere Zusammenarbeit hat Kreisdirektor Dr. Linus Tepe jetzt mit Patrick Bürger gesprochen, dem neuen Ersten Landesrat des LWL, im Kreishaus in Coesfeld. Beide sind in ihren Häusern für die Finanzen zuständig.
Bürger ist seit 1. September Erster Landesrat und Allgemeiner Vertreter des LWL-Landesdirektors und leitet das Dezernat „Finanzen und Personal“. Zuvor leitete der Jurist die Haupt- und Personalabteilung des LWL.
Eingliederungshilfe größter Kostenblock
Der LWL wird von den neun kreisfreien Städten und 18 Kreisen in Westfalen-Lippe getragen und finanziert sich im Wesentlichen über die Landschaftsumlage. Den größten Teil seines Haushalts gibt er für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung aus. „Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Dinge gemeinsam in der kommunalen Familie voranzubringen“, sagte Bürger. Der LWL müsse seine Aufgaben, vor allem bei der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen, erfüllen und zugleich wirtschaftlich im Interesse der Mitglieder handeln.
Tepe betonte, wie wichtig Transparenz sei: Für die Kreise und damit auch für die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld seien nachvollziehbare Haushaltszahlen und finanzielle Entwicklungen von großer Bedeutung. Er begrüße, dass der enge Dialog zwischen Kreis und LWL fortgesetzt und ausgebaut werde.

