27 freiwillige Helferinnen und Helfer haben Mitte August die unbewohnte Nordseeinsel Mellum im Landkreis Wesermarsch von Müll befreit. Rund 15 Kubikmeter Unrat kamen dabei zusammen, von leeren Plastik- und Glasflaschen über alte Fischernetze bis zu einem Lederfußball. Anlass für die Aktion war auch der weltweite Aktionstag „World Cleanup Day“ am 20. September 2026.
Ausnahmegenehmigung für die Ruhezone
Mellum liegt vollständig in der Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und darf ganzjährig nicht betreten werden. Für die Müllsammelaktion, die etwa alle zwei Jahre stattfindet, erteilte die Nationalparkverwaltung eine Ausnahmegenehmigung. Organisiert wurde der Einsatz von der Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat e.V., finanziell unterstützt von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.
„Mellum liegt inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer sowie vollständig in der Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und darf ganzjährig nicht betreten werden. Für diese Müllsammelaktion, die meist alle zwei Jahre stattfindet, haben wir eine Ausnahmegenehmigung von der Nationalparkverwaltung“, erklärt Mathias Heckroth, Geschäftsführer des Mellumrat e.V.
Schiff des NLWKN transportiert die Säcke ab
Die Ehrenamtlichen sammelten den Müll von Hand in großen Big Bags. Ein Mehrzweckschiff des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) holte die gefüllten Säcke anschließend ab. „Es ist erstaunlich und gleichzeitig traurig, wie viel Müll an nur einem Tag bei so einer Sammelaktion wie dieser zusammenkommt“, sagt Hillerich Mühlena, Kapitän des NLWKN-Schiffs „Leysand“.

