Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697
Die 15 Teilnehmer des Meistervorbereitungskurses im Tischlerhandwerk der Handwerkskammer Oldenburg zum Abschluss ihres Projekts

Homeoffice-Möbel aus Fachwerkbalken und Platinenschrott: Tischler-Meisterschüler zeigen ihre Projekte

Anzeige
Westenergie AG

Ein Schreibtisch mit Platinenschrott im Epoxidharz, ein Arbeitsplatz aus einer alten Hobelbank, Möbel aus ausgedienten Fachwerkbalken: 15 angehende Tischlermeister der Handwerkskammer Oldenburg haben im Vorbereitungskurs Möbel für das Arbeiten zu Hause entworfen und gebaut. Das Leitthema lautete „Kontor in Zeiten von KI“.

Die Platzierungen

Vier der 15 Arbeiten hob die Jury besonders hervor. Den ersten Platz belegte Jonathan Klein, zwei zweite Plätze gingen an Florian Hecker und Tom Walker, Dritter wurde Paul Osterkamp.

Alte Materialien, neue Möbel

Neben Funktion, Gestaltung und handwerklicher Qualität sollten die Teilnehmer vorhandenes Material neu denken, erklärte Projektleiterin Oliva Maitra. In die Entwürfe flossen eine nicht mehr genutzte Intarsienarbeit, Lackmuster aus früheren Übungen, ausrangierte Platten und Tischgestelle ein. Paul Osterkamp arbeitete zum Beispiel mit Heutapete und lichtdurchlässigem Naturstein. Sieger Jonathan Klein beschichtete sein Möbel von Hand mit Epoxidharz und stellte fest, wie aufwendig das ist.

Was Meister können müssen, wenn KI mitplant

Maitra betreut Projekte dieser Art seit mehr als zwölf Jahren. Diesmal ging es auch um die Frage, welche Fähigkeiten angehende Meister brauchen, wenn CAD, digitale Werkzeuge und KI immer mehr Aufgaben übernehmen. Ihre Antwort: „Wer digitale Werkzeuge und KI kompetent einsetzen möchte, sollte auch verstehen, was er ihnen überträgt.“ Gestalterisches Vorstellungsvermögen, konstruktives Denken und das Beurteilen eigener Ideen blieben entscheidend.

Die Teilnehmer erlebten, wie ein Entwurf auf die Wirklichkeit trifft: Material beschaffen, Arbeitszeit planen, Konstruktionsprobleme lösen. Entscheidungen wurden nicht nur am Bildschirm, sondern am Werkstück geprüft. „Die Phase der Planung ist am wichtigsten“, sagte Jonathan Klein, weil davon der ganze Produktionsablauf abhänge. Jan Timmermann nahm eine praktische Lehre mit: Beim Lackieren sollte man helfende Hände einplanen, allein sei das kaum zu schaffen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel