Die deutschen Staatsschulden sind im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts erhöhte sich die Verschuldung des Öffentlichen Gesamthaushalts gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent.
Schulden steigen um 26,3 Milliarden Euro
Der Öffentliche Gesamthaushalt in Deutschland stand zum Ende des zweiten Quartals 2026 beim nicht-öffentlichen Bereich mit 2.753,5 Milliarden Euro in der Kreide. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 entspricht das einem Anstieg um 1,0 Prozent oder 26,3 Milliarden Euro.
Die Zahlen zeigen damit einen weiteren Zuwachs der öffentlichen Verschuldung im laufenden Jahr. Sie basieren auf der sogenannten Schuldenstatistik, die regelmäßig Auskunft über die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte gibt.
Wer zum Öffentlichen Gesamthaushalt zählt
Zum Öffentlichen Gesamthaushalt gehören laut Destatis die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie der Sozialversicherung. Eingerechnet werden zudem sämtliche sogenannten Extrahaushalte – also ausgelagerte Einheiten, die zwar staatlich kontrolliert werden, aber organisatorisch eigenständig sind, etwa bestimmte Fonds oder öffentliche Unternehmen mit hoheitlichen Aufgaben.
Die Statistik erfasst dabei ausschließlich die Verschuldung gegenüber dem sogenannten nicht-öffentlichen Bereich. Damit ist gemeint, dass Schulden zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen – etwa wenn ein Bundesland beim Bund verschuldet ist – bei dieser Betrachtung nicht mitgezählt werden.
Gläubiger kommen aus dem In- und Ausland
Zum nicht-öffentlichen Bereich, bei dem der Staat in der Schuld steht, zählen laut Definition des Statistischen Bundesamts in erster Linie Kreditinstitute. Hinzu kommen der sonstige inländische Bereich sowie ausländische Gläubiger. Darunter fallen etwa private Unternehmen, die deutsche Staatsanleihen oder andere öffentliche Schuldtitel halten.
Die Entwicklung der Staatsverschuldung wird von Destatis vierteljährlich erhoben und dient als wichtiger Indikator für die Haushaltslage der öffentlichen Hand in Deutschland. Endgültige Zahlen für das zweite Quartal 2026 werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

