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Zollkontrolle: Neun Illegale in Nagelstudios entdeckt

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Der Zoll hat am Wochenende im Münsterland gezielt Friseur- und Kosmetikbetriebe kontrolliert. Dabei stießen die Beamten in mehreren Nagelstudios auf neun Personen, die sich illegal in Deutschland aufhielten und arbeiteten. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Schwerpunktprüfung des Zolls.

Großeinsatz im Münsterland

Rund vierzig Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Münster haben am Wochenende in Gronau, Münster sowie im Raum Coesfeld und Warendorf insgesamt neunzehn Betriebe überprüft. Im Fokus standen Friseursalons, Barbershops und Nagelstudios. Unterstützt wurden die Zollbeamtinnen und -beamten von zehn Einsatzkräften der Landes- und Bundespolizei sowie der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung. Die Kontrollen waren Teil einer bundesweiten Schwerpunktaktion, an der insgesamt rund 2.200 Kräfte des Zolls beteiligt waren.

Verdacht auf Mindestlohnverstöße und Sozialleistungsmissbrauch

Nach ersten Erkenntnissen besteht in zwei Fällen der Verdacht, dass Betriebe gegen die Mindestlohnvorgaben verstoßen haben. In zwei weiteren Fällen prüfen die Ermittler, ob Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten wurden. Zusätzlich fanden die Beamten in drei Fällen Hinweise auf einen möglichen Missbrauch von Sozialleistungen. „Die weiteren Auswertungen der Unterlagen werden die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Münster in den kommenden Wochen beschäftigen“, erklärte Pressesprecherin Britta Flothmann.

Neun Menschen ohne Aufenthaltstitel in Nagelstudios

Besonders schwerwiegend waren die Feststellungen in den kontrollierten Nagelstudios: Dort trafen die Zollbeamten auf neun Personen mit vietnamesischer Staatsangehörigkeit, die weder über einen gültigen Aufenthaltstitel noch über eine Arbeitserlaubnis verfügten. Sie hielten sich damit illegal in Deutschland auf. Gegen die Betroffenen leitete der Zoll Strafverfahren wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts ein. Auch die Arbeitgeber müssen sich nun wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt verantworten. Die zuständigen Ausländerbehörden sollen den betroffenen Personen in Kürze Ausreiseverfügungen zustellen, wie Flothmann mitteilte.

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