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Vier Männer vor dem Wegweiser des Krankenhauses Norderney, zwei von ihnen halten einen großen symbolischen Schlüssel

Krankenhaus Norderney gehört jetzt der Stadt

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Das Krankenhaus Norderney ist in kommunaler Hand. Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, hat Insolvenzverwalter Axel Gerbers die Klinik mit einem symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Frank Ulrichs und dessen allgemeinen Vertreter Holger Reising übergeben. Damit endet für das einzige Akutkrankenhaus der Insel eine Phase von rund zwei Jahren, in der es im Insolvenzverfahren weiterbetrieben wurde. Bei der Übergabe war auch Krankenhaus-Geschäftsführer Uwe Peters dabei.

Zwei Jahre Betrieb unter Insolvenzverwaltung

Das Krankenhaus hatte im Herbst 2024 Insolvenz angemeldet. Seitdem lief der Betrieb unter der Regie des Rechtsanwalts und Restrukturierungsexperten Gerbers weiter, nach seinen Worten an jedem einzelnen Tag. Den Anteil daran schreibt er vor allem den Pflegekräften und Ärzten zu, aber auch der Stadt, die die Fortführung unterstützt habe.

„Rund zwei Jahre Krankenhaus-Fortführung sind eine lange Strecke, alle haben mit angepackt“, sagte Gerbers bei der Übergabe. Im Blick habe man dabei stets beide Gruppen gehabt, die auf das Haus angewiesen sind: die Menschen, die auf der Insel leben, und die Urlaubsgäste.

Die Stadt übernimmt die Versorgung selbst

Für die Stadt ist die Übernahme ein Schritt in die Daseinsvorsorge. Bürgermeister Ulrichs nannte das Krankenhaus einen unverzichtbaren Bestandteil der Versorgung auf Norderney und dankte allen, die in den vergangenen Jahren für deren Sicherung gearbeitet haben. „Entscheidend ist, dass die Menschen auf Norderney auch künftig auf eine gute medizinische Versorgung vor Ort zählen können“, sagte er.

Bereits im Herbst 2025 hatte die Stadt das Medizinische Versorgungszentrum des Krankenhauses übernommen und als eigene Gesellschaft weitergeführt. Mit der Klinik liegt nun auch die stationäre Versorgung bei der Kommune. Wie die Stadt das Krankenhaus künftig aufstellt und finanziert, haben Stadt und Insolvenzverwaltung bei der Übergabe nicht mitgeteilt.

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