In Münster ist am Donnerstag der Internationale Preis des Westfälischen Friedens verliehen worden. Geehrt wurden NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie das Jugendnetzwerk socioMovens. Vor der feierlichen Übergabe empfing Oberbürgermeister Tilman Fuchs die Preisträger im historischen Friedenssaal.
Zwei Preisträger für Engagement um Frieden
Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) hat am 1. Oktober im Historischen Rathaus zu Münster den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens vergeben. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie das Jugendnetzwerk socioMovens. Der renommierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Frieden und Völkerverständigung einsetzen.
Mark Rutte, seit Oktober 2024 Generalsekretär der NATO, wurde für sein diplomatisches Engagement in Zeiten wachsender internationaler Spannungen geehrt. Das Jugendnetzwerk socioMovens erhielt die Auszeichnung für seinen Einsatz, junge Menschen für gesellschaftliches Engagement und internationale Verständigung zu begeistern.
Empfang im Friedenssaal
Noch vor der eigentlichen Preisverleihung am Nachmittag empfing Oberbürgermeister Tilman Fuchs die Preisträger im Friedenssaal des Historischen Rathauses. Dieser Saal gilt als symbolträchtiger Ort: Hier wurde 1648 der Westfälische Frieden geschlossen, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Die Preisträger trugen sich traditionsgemäß in das Goldene Buch der Stadt Münster ein – eine Geste, die viele bedeutende Gäste der Stadt vor ihnen bereits vollzogen haben.
Die Verleihung des Friedenspreises selbst fand anschließend im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Historischen Rathaus statt, bei der Vertreter der WWL die Laudationes hielten und die Bedeutung des Engagements beider Preisträger für den internationalen Frieden hervorhoben.
Tradition mit internationaler Strahlkraft
Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen, die in Münster vergeben werden. Er erinnert an die historische Rolle der Stadt als Ort des Friedensschlusses und soll zugleich ein Zeichen setzen für aktuelle Bemühungen um Dialog und Verständigung in einer zunehmend angespannten Weltlage. Mit der Auszeichnung von Mark Rutte und socioMovens wird deutlich, dass sowohl etablierte internationale Institutionen als auch junge zivilgesellschaftliche Initiativen für ihren Beitrag zum Frieden gewürdigt werden sollen.

