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Säuglingsfund in Beckum: Polizei grenzt Zeit ein

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Nach dem Fund eines toten Säuglings in Beckum hat die Polizei den mutmaßlichen Ablegezeitraum eingegrenzt. Zeugen konnten den Zeitpunkt auf wenige Stunden am vergangenen Samstag festlegen. Die Ermittler bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeitfenster auf zweieinhalb Stunden eingegrenzt

Nach dem Fund eines toten Säuglings am Samstagnachmittag an der Straße „Alter Hammweg“ in Beckum haben Polizei und Staatsanwaltschaft Münster neue Erkenntnisse veröffentlicht. Erste Zeugenaussagen hätten den Zeitpunkt, an dem der Säugling abgelegt wurde, auf den Zeitraum zwischen 11 und 13:30 Uhr am Samstag, den 26. September, eingegrenzt. Die Ermittlungsbehörden werten dies als wichtigen Fortschritt in dem Fall, der bislang viele Fragen offenlässt.

Das Mädchen wurde in einer Einkaufstüte der Firma Poco am Wegesrand gefunden. In der Tüte befanden sich zudem eine rot karierte Decke sowie ein helles beziehungsweise beiges Saunahandtuch mit dem Etikett „Möve for frottana“. Beide Gegenstände sollen nun helfen, die Herkunft des Kindes und möglicherweise auch der Mutter zu klären.

Polizei sucht Hinweise zu Decke, Tüte und Zeugen

Die Ermittler bitten die Bevölkerung konkret um Hinweise zu drei Punkten: Erstens interessiert sich die Polizei für Angaben zu der karierten Decke und dem Saunatuch – möglicherweise fehlen diese Gegenstände in einem Haushalt der Region. Zweitens werden Hinweise zur Herkunft der abgebildeten Poco-Einkaufstüte erbeten. Drittens fragt die Polizei nach Beobachtungen im Bereich der Straße „Alter Hammweg“, die mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen könnten.

Besonders wichtig ist den Ermittlern zudem eine weitere Zeugengruppe: Gesucht werden Personen, die am 26. September zwischen etwa 11 und 13:30 Uhr auf dem Abschnitt der Straße zwischen der Hammer Straße und dem Beckumer Reitverein e.V. unterwegs waren – und dort keine Einkaufstüte bemerkt haben. Solche Negativaussagen könnten helfen, den Ablagezeitpunkt noch weiter einzugrenzen.

Ermittler setzen auf Sensibilität im Umgang mit der Mutter

Die Herkunft des Mädchens ist weiterhin ungeklärt. Die Polizei verweist auf Erfahrungen aus vergleichbaren Fällen: Oft werden betroffene Mütter von der Geburt überrascht und geraten in eine Situation, die ihnen ausweglos erscheint. Diese Perspektive spielt bei den Ermittlungen eine Rolle, da die Behörden auch darauf hoffen, dass sich die Mutter des Kindes meldet oder über Dritte Kontakt aufnimmt.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02521 911832 entgegen. Für Medienanfragen steht zudem Oberstaatsanwalt Dirk Ollech unter der Nummer 0172 2913810 zur Verfügung. Die Ermittler betonen, dass auch vermeintlich unwichtige Beobachtungen für die Aufklärung des Falls entscheidend sein können.

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