Die Nottulner Künstlerin Lola Kuoni zeigt bis Dienstag, 10. November, ihre Ausstellung „Und dazwischen Erinnerung“ in der Stadtbücherei Dülmen. Die Arbeiten hängen im Obergeschoss und sind während der Öffnungszeiten der Bücherei frei zugänglich.
Bilder in vielen Schichten
Kuoni kombiniert Malerei mit Materialien wie Stoff, Kaffee, Sand und Papier. Sie trägt Schichten auf, übermalt sie und legt sie wieder frei. Manche Spuren bleiben deutlich zu sehen, andere verschwinden fast ganz. So entstehen Oberflächen, die man fast ertasten möchte.
Das Verfahren hat mit dem Thema der Ausstellung zu tun. Erinnerungen seien selten klare Bilder, sagt die Künstlerin, sondern eher Bruchstücke und Überlagerungen. „Man nimmt einen Geruch wahr, sieht eine Farbe oder eine bestimmte Oberfläche und es genügt schon, denn plötzlich ist etwas wieder da und man selbst ist woanders.“
Erdige Farben, textile Objekte
Lola Kuoni hat an der ArtEZ-Kunsthochschule in Enschede Mixed Media studiert und gehört der Freien Künstlergemeinschaft Schanze an. Ihre Werke sind in reduzierten, erdigen Tönen gehalten. Neben großen Leinwänden und Installationen fertigt sie auch kleinere, fast objekthafte Arbeiten, in denen Textilien und Naturmaterialien eine wichtige Rolle spielen.

