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Rallyeauto Škoda Fabia RS Rally2 von Toksport WRT mit Robert Virves und Jakko Viilo auf einer Schotterprüfung der Rallye Sardinien

WRC2-Finale auf Sardinien: Champion Virves verpasst den Sieg um 0,7 Sekunden

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Am Ende fehlten weniger als eine Sekunde: Robert Virves und sein Beifahrer Jakko Viilo sind beim Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft auf Sardinien Zweite in der WRC2 geworden. Nach mehr als dreieinhalb Stunden Fahrzeit lagen die Esten im Škoda Fabia RS Rally2 des Teams Toksport WRT nur 0,7 Sekunden hinter den Finnen Roope Korhonen und Anssi Viinikka (Toyota GR Yaris Rally2). Den Titel in der WRC2 hatten Virves und Viilo schon vor dem Start in Alghero sicher.

Zwei Reifenschäden am ersten Tag

Die Rallye Italien Sardinien fand in diesem Jahr nicht wie gewohnt im Sommer statt, sondern vom 1. bis 4. Oktober als 13. und letzter Lauf der Saison. An den rauen Schotterstraßen der Insel änderte der spätere Termin nichts: Reifenschäden und Ausfälle prägten das Wochenende. Wer mitten in einer Prüfung das Rad wechseln muss, verliert in der Regel rund anderthalb Minuten.

Genau das passierte dem neuen Champion gleich zweimal, auf den Wertungsprüfungen 4 und 5. Mit rund drei Minuten Verlust fiel das Duo zwischenzeitlich auf Rang zehn der Kategorie zurück und hatte sich bis Freitagabend wieder auf Platz acht vorgearbeitet.

Bestzeiten im Serientakt

Am Samstag folgte die Aufholjagd: In fünf von sechs Prüfungen fuhren Virves und Viilo die schnellste WRC2-Zeit, am Abend standen sie auf Rang vier. Ihre Teamkollegen Emil Lindholm und Gabriel Morales, bis dahin bestes Škoda-Duo, mussten dagegen am Samstagmorgen mit einem Elektrikproblem aufgeben. Der Finne, WRC2-Champion von 2022, und sein brasilianischer Beifahrer stiegen am folgenden Tag wieder ein und kamen als 13. ins Ziel.

Mit fast zwei Minuten Rückstand gingen die Esten in den Schlusstag. Zwei Bestzeiten am Sonntagmorgen und Reifenschäden bei den bis dahin Führenden schmolzen den Abstand vor der abschließenden Power Stage auf 6,8 Sekunden. Auf nur 7,1 Kilometern holten Virves und Viilo noch einmal die schnellste Zeit, für den Sieg reichte es nicht mehr.

Bilanz einer starken Saison

Sieben WRC2-Starts, vier Siege, zwei zweite Plätze: So liest sich die Saison des estnischen Duos. Neben dem WRC2-Titel gewannen sie auch die Wertung WRC2 Challenger. Insgesamt holten Škoda-Teams auf Sardinien elf der 17 WRC2-Prüfungsbestzeiten, neun davon gingen auf das Konto von Virves und Viilo.

Rang fünf ging an die Italiener Roberto Daprà und Luca Guglielmetti (Delta Rally Team), die WRC2-Sieger des Vorjahres. Sie hatten in einer unerwartet rutschigen Kurve die Strecke verlassen, kamen aber mit wenig Zeitverlust davon.

Masters Cup bleibt in Mexiko

In der Wertung für Fahrer über 50 Jahre verteidigte der Mexikaner Miguel Granados mit dem Spanier Marc Martí seinen Titel aus dem Vorjahr. Mit Platz elf in der WRC2 holte er seinen vierten Saisonsieg im WRC Masters Cup und drehte die Tabelle: Er war als Zweiter nach Sardinien gereist. Rang drei im Masters Cup belegt der Türke Uğur Soylu, ebenfalls im Škoda unterwegs.

Ergebnis WRC2, Rallye Italien Sardinien

  1. Roope Korhonen/Anssi Viinikka (FIN), Toyota GR Yaris Rally2, 3:37:07,4 Std.
  2. Robert Virves/Jakko Viilo (EST), Škoda Fabia RS Rally2, +0,7 Sek.
  3. Gus Greensmith/Jonas Andersson (GBR/SWE), Toyota GR Yaris Rally2, +51,8 Sek.
  4. Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (POL), Toyota GR Yaris Rally2, +1:23,5 Min.
  5. Roberto Daprà/Luca Guglielmetti (ITA), Škoda Fabia RS Rally2, +2:13,0 Min.
  6. Teemu Suninen/Janni Hussi (FIN), Toyota GR Yaris Rally2, +4:03,5 Min.

Endstand der Meisterschaften

WRC2: 1. Virves/Viilo (Škoda) 117 Punkte, 2. Korhonen/Viinikka (Toyota) 94, 3. Yohan Rossel/Arnaud Dunand (Lancia) 85.
WRC2 Challenger: 1. Virves/Viilo (Škoda) 142 Punkte, 2. Korhonen/Viinikka (Toyota) 119, 3. Léo Rossel/Guillaume Mercoiret (Lancia) 81.
WRC Masters Cup: 1. Miguel Granados (Škoda) 129 Punkte, 2. Johannes Keferböck (Toyota) 109, 3. Uğur Soylu (Škoda) 92.

Alle Ergebnisse stehen noch unter dem Vorbehalt der Bestätigung durch die FIA.

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