Wer in Vechta mit einem gebrochenen Wirbel ins Krankenhaus kommt, muss für eine Operation nicht mehr grundsätzlich in eine andere Klinik verlegt werden. Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie des St. Marienhospitals versorgt Wirbelsäulenbrüche jetzt selbst operativ. Für das Haus ist das neu.
Bandscheibenvorfälle bleiben außen vor
Das Angebot gilt ausschließlich für Verletzungen und Brüche der Wirbelsäule. Bandscheibenvorfälle werden im Rahmen der neuen Versorgung nicht behandelt. Auch nicht jeder Bruch muss operiert werden: Ob ein Eingriff nötig ist, hängt unter anderem von der Art und Stabilität des Bruchs, einer möglichen Fehlstellung und den Beschwerden ab. Ziel einer Operation ist es, die Wirbelsäule zu stabilisieren, Schmerzen zu lindern und Patienten möglichst früh wieder auf die Beine zu bringen. Das Verfahren wird jeweils im Einzelfall gewählt.
Oft reicht bei Älteren ein leichter Sturz
Wirbelbrüche entstehen nicht nur bei schweren Verkehrs- oder Arbeitsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe. Bei älteren Menschen mit Osteoporose kann schon ein vergleichsweise harmloser Sturz einen Wirbelkörper brechen lassen. Für sie seien kurze Wege besonders wichtig, sagt Chefarzt Dr. Raphael Bocklage: Diagnostik, Operation und Nachbehandlung könnten nun „aus einer Hand und wohnortnah erfolgen“.

