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Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS-Station Borkum auf See

Vermisster Surfer vor Borkum: Nach Nacht auf See aus eigener Kraft zurück

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Mehrere Schiffe und Hubschrauber aus Deutschland und den Niederlanden haben bis in die Nacht vor Borkum nach einem vermissten Surfer gesucht, ohne Erfolg. Am Freitagmorgen, 9. Oktober 2026, dann die Entwarnung: Der etwa 70 Jahre alte Insulaner hatte es aus eigener Kraft zurück an Land geschafft und war bei Angehörigen auf der Insel. Viele Stunden hatte er nur auf seinem Surfbrett im Wasser verbracht.

Kleidung am Strand löste den Alarm aus

Am Donnerstag, 8. Oktober, fand eine Frau am Borkumer Strand Kleidungsstücke des Surfers. Gegen 14.20 Uhr meldete sie, dass der Mann offenbar nicht zurückgekehrt sei. Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Station Borkum, das Zollboot „Nesserland“ und der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ aus Sanderbusch suchten das Seegebiet ab, die Freiwillige Feuerwehr Borkum den Strand. Am späten Nachmittag wurde die Suche zunächst abgebrochen.

Ein rotes Segel in der Dunkelheit

Gegen 21.40 Uhr meldete die Besatzung des Lotsentenders „Borkum“, nordwestlich der Insel zwischen Seehundsbank und Fahrwassertonne 16 womöglich ein rotes Segel gesehen zu haben. Das passte zur Ausrüstung des Vermissten. Die Seenotleitung MRCC Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ließ daraufhin erneut suchen. Neben der HAMBURG und dem Lotsentender waren das niederländische Seenotrettungsboot „Jan en Titia Visser“ aus Eemshaven, ein niederländischer Rettungshubschrauber und später ein Hubschrauber der Polizei im Einsatz.

Die Bedingungen waren schwierig: Es war dunkel, der Wind wehte mit bis zu sechs Beaufort aus Nordwest gegen die Strömung, das Wasser hatte nach DGzRS-Angaben etwa 16 Grad. Der Mann trug nur einen dunklen Neoprenanzug. Ein Gegenstand, der auf einer Sandbank gesichtet wurde, stellte sich nicht als Spur heraus. Um 1.45 Uhr stellte das MRCC die Suche ein.

Mit der Tide die Ems hinauf und wieder zurück

Gegen 9 Uhr am Freitag meldete sich die Frau, die den Alarm ausgelöst hatte, erneut: Der Vermisste sei wohlbehalten bei seiner Familie. Nach Darstellung der Seenotretter hatte er wegen Problemen mit der Ausrüstung schon früh sein Segel aufgegeben. Die Gezeitenströmung trug ihn dann die Ems hinauf und in der Nacht wieder zurück in Richtung Borkum. „Er hat großes Glück gehabt“, sagte Tilman Hellberg, Vormann der HAMBURG.

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