Cloppenburgs Innenstadt soll grüner werden, und die Pflanzkübel dafür kommen nicht aus dem Katalog. Das Stadtmarketing lässt 70 bis 80 Kübel gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg und der Handwerker Akademie Oldenburger Münsterland bauen. Bürgerinnen und Bürger können vom Entwurf bis zum Bepflanzen mitmachen. Aufgestellt werden sollen die Kübel bis Spätsommer oder Herbst 2027.
Wer mitmachen kann
Geplant sind Werkstatttage, Gestaltungswerkstätten, Mitmachaktionen und offene Werkstatttermine. Angesprochen sind ausdrücklich Schulklassen und Jugendgruppen, Auszubildende im Handwerk, Teilnehmende von Qualifizierungs- und Integrationskursen, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Kreishandwerkerschaft koordiniert das Projekt, Innungsbetriebe aus der Region stellen Werkstätten und fachliche Begleitung. Konkrete Termine nennt die Stadt noch nicht.
Lärche und Edelstahl
Die Kübel werden in zwei Ausführungen gebaut: aus Lärchenholz und aus anthrazitfarbenem Edelstahl, in unterschiedlichen Größen und Formen. Bei den Holzkübeln lassen sich einzelne Teile austauschen, sodass sie repariert statt ersetzt werden können. Sie sollen sich auch für eine Neuauflage der Sommergärten in der Innenstadt eignen. Gefertigt wird in Werkstätten im Stadtgebiet.
Was das Förderprogramm sonst bringt
Die Kübel gehören zum Projekt „Cloppenburg blüht auf“, das über das Landesprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ gefördert wird. Daraus stammen bereits zwei Solar-Sitzbänke mit Lademöglichkeit auf dem Rathausvorplatz. Zwei begrünte Parklets mit Sitzplätzen sollen bis zum Frühjahr folgen.
Aus dem zweiten Programm „Cloppenburg echt bunt“ hat die Stadt eine mobile Bühne angeschafft, die Vereine und Veranstalter für öffentliche Veranstaltungen kostenlos ausleihen können. Dazu kamen eine Rollschuhbahn, die auf dem Weihnachtsmarkt auch zum Eisstockschießen dienen soll, eine neue saisonale Beleuchtung in der City und der Zentrums-Laden im Weigel-Haus, den die Stadt mit dem Caritas-Verein Altenoythe betreibt. Geplant sind noch digitale Infobildschirme, neue Weihnachtsmarkthütten und Mehrwegbecher. Insgesamt kann die Stadt bis zu 527.400 Euro Zuschuss abrufen, das Land trägt 60 Prozent der Kosten.

