Fußball-Oberligist SC Spelle-Venhaus hat seinen Angstgegner bezwungen: Beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewann das Team von Trainer Henry Hupe am Sonntag mit 1:0 (0:0), obwohl es die letzten knapp 20 Minuten nur noch zu zehnt spielte. Moritz Pauli köpfte nach einer Ecke das Tor des Tages. Mit dem Sieg bleibt Spelle in der Spitzengruppe der Oberliga Niedersachsen.
Nur der dritte Sieg im 17. Duell
Gegen Egestorf-Langreder tat sich der SCSV bislang äußerst schwer. Von 16 Begegnungen gingen 13 verloren, eine endete unentschieden, nur zwei hat Spelle gewonnen. In Barsinghausen war es erst der zweite Auswärtssieg, der erste liegt fast zwölf Jahre zurück (4:1). Entsprechend ausgelassen feierten Mannschaft und die wenigen mitgereisten Fans. Die Gastgeber gingen zudem mit Rückenwind in die Partie: Nach zwei Ligasiegen in Folge waren sie im Niedersachsenpokal erst im Elfmeterschießen an Bersenbrück gescheitert (zum Vorbericht).
Vier Pokal-Joker rücken in die Startelf
Hupe baute seine Anfangsformation erstmals in dieser Saison deutlich um. Adrian Lenz, Jan Popov, Artem Popov und Jan-Luca Ahillen, die eine Woche zuvor beim 4:1 im Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa eingewechselt worden waren, begannen im Stadion an der Ammerke. Benjamin Evers, Tom Winnemöller, Sebastian Kehl und Anton Popov saßen zunächst auf der Bank.
Lenz gab in der fünften Minute den ersten Torschuss ab und prüfte Egestorfs Keeper Emil Strauch später noch einmal nach einem Freistoß von Pauli. Auf der Gegenseite scheiterte Luka Klimek an SCSV-Torwart Mattis Niemann. Zur Pause stand es 0:0.
Kopfball nach Ecke, dann Gelb-Rot
Nach knapp einer Stunde fiel die Entscheidung: Pauli, der schon zuvor zweimal nach Standards getroffen hatte, war nach einem Eckball per Kopf zur Stelle. Spannend wurde es, als Mittelfeldspieler Felix Golkowski in der 74. Minute die Gelb-Rote Karte sah, sechs Minuten nach seiner ersten Verwarnung. Egestorf, das in der zweiten Hälfte einige Abschlüsse verzeichnet hatte, spielte nun in Überzahl, doch Spelle brachte den Vorsprung über die Zeit. In der Nachspielzeit (90.+3) musste auch der eingewechselte Hannes Milan beim Gastgeber mit Gelb-Rot vom Platz. Schiedsrichter war Maron Arends (SV Leybucht), 50 Zuschauer sahen die Partie.
Nächste Aufgabe beim Aufsteiger
Am kommenden Sonntag, 18. Oktober, ist Spelle-Venhaus erneut auswärts gefordert. Anstoß beim Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld vor den Toren Hannovers ist um 15 Uhr.
Aufstellungen
1. FC Germania Egestorf-Langreder: Strauch, Hoffmann, Zürn, Denker, Anger (35. Milan), Baumgratz, Swientek (84. Becker), Ballerstedt (89. Heuer), Koba (77. Takyi), Klimek (35. Nolte), Ugoala. Trainer: Boris Besovic.
SC Spelle-Venhaus: Niemann, Höpfner, Pauli, Jesgarzewski, Meier (88. Krone), Jan Popov (90.+1 Wulkotte), Ahillen, Golkowski, Benke (62. Evers), Artem Popov (69. Winnemöller), Lenz (77. Kehl). Trainer: Henry Hupe.
Tor: 0:1 Pauli (57.). Gelb-Rot: Milan (90.+3) / Golkowski (74.).

