Die Supermarktregale füllen sich bereits mit Lebkuchen, doch die Produktion in Deutschland ist 2025 spürbar zurückgegangen. Das Statistische Bundesamt meldet den niedrigsten Ausstoß seit sieben Jahren.
Deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr
In Deutschland wurden im Jahr 2025 rund 72.800 Tonnen Lebkuchen produziert. Das ist der niedrigste Wert der vergangenen sieben Jahre, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 10 Prozent. 2024 hatten die Betriebe hierzulande noch gut 81.000 Tonnen des Weihnachtsgebäcks hergestellt.
Hochsaison trotz sinkender Mengen
Obwohl die Produktionszahlen sinken, läuft die Herstellung bereits auf Hochtouren. Traditionell beginnt die Lebkuchen-Produktion schon Monate vor dem eigentlichen Weihnachtsgeschäft, damit die Supermärkte rechtzeitig beliefert werden können. Entsprechend sind die Regale schon jetzt gut gefüllt – obwohl bis zur Weihnachtszeit noch einige Wochen vergehen.
Die Gründe für den Rückgang nennt die Mitteilung von Destatis nicht näher. Branchenbeobachter führen solche Schwankungen häufig auf gestiegene Rohstoffpreise, veränderte Konsumgewohnheiten oder eine vorsichtigere Lagerhaltung der Hersteller zurück. Auch ein genereller Trend zu weniger traditionellem Weihnachtsgebäck zugunsten anderer Süßwaren könnte eine Rolle spielen.
Blick auf die vergangenen Jahre
Die aktuellen Zahlen reihen sich in eine Statistik ein, die bereits vor der diesjährigen Erhebung Schwankungen zeigte. Dass 2025 nun der niedrigste Stand seit sieben Jahren erreicht wird, verdeutlicht einen längerfristigen Abwärtstrend bei der Produktionsmenge – auch wenn die Nachfrage zur Weihnachtszeit nach wie vor besteht und Lebkuchen weiterhin zu den festen Bestandteilen des deutschen Weihnachtsgebäcks zählt.
Verbraucherinnen und Verbraucher dürften von dem Rückgang zunächst wenig spüren, da die Regale schon jetzt gut bestückt sind. Ob sich die geringere Produktionsmenge auf die Preise auswirkt, bleibt abzuwarten. Die endgültigen Zahlen für die gesamte Saison 2025 wird das Statistische Bundesamt voraussichtlich erst nach Jahresende vorlegen.

