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Logo und Schriftzug der Bundesagentur für Arbeit

Westbalkanregelung: Arbeitsagentur stellt sich gegen geplante Halbierung

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Die Bundesregierung will ab dem 1. Januar 2027 nur noch 25.000 statt 50.000 Menschen aus den Westbalkanstaaten pro Jahr über die sogenannte Westbalkanregelung eine Arbeitsaufnahme in Deutschland erlauben. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) spricht sich im laufenden Anhörungsverfahren dagegen aus und plädiert dafür, das Kontingent bei 50.000 zu belassen.

Was die Regelung erlaubt

Seit 2016 können Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien unter vereinfachten Bedingungen ein Arbeitsvisum bekommen. Eine bestimmte Qualifikation ist nicht nötig, die Regel gilt auch für Helfertätigkeiten. Die BA muss jeder Beschäftigung zustimmen. Die Plätze sind nach Monaten und Herkunftsländern aufgeteilt. Ist ein Monatskontingent für ein Land erschöpft, werden keine weiteren Anträge bearbeitet. Bis Sommer 2024 lag die Obergrenze bereits bei 25.000, dann wurde sie verdoppelt.

Die Zahlen der Arbeitsagentur

Nach BA-Angaben arbeiten derzeit rund 546.000 Menschen aus den Westbalkanstaaten sozialversicherungspflichtig in Deutschland, 170.000 mehr als vor fünf Jahren (Stand September 2026). Gut die Hälfte, rund 287.000, übt mindestens eine Fachkrafttätigkeit aus. Von diesen arbeiten etwa 45 Prozent in Berufen, in denen Arbeitskräfte knapp sind, vor allem auf dem Bau, in Transport und Logistik, in der Gastronomie und in der Pflege.

Das Kontingent von 50.000 reichte nach Angaben der BA schon 2025 nicht für alle Anträge und wird auch in diesem Jahr vor Jahresende ausgeschöpft sein.

Argumente beider Seiten

BA-Vorständin Vanessa Ahuja warnt, eine Halbierung schwäche ein funktionierendes Zuwanderungsmodell und erschwere Unternehmen die Suche nach Personal, gerade wenn die geplanten Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau umgesetzt werden sollen. Ähnlich hatte sich zuvor das Baugewerbe geäußert. Die Bundesregierung begründet die geplante Kürzung nach Medienberichten mit der steigenden Arbeitslosigkeit im Inland.

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