Zwischen Rhede (Ems) und Aschendorf rollt der Verkehr seit Montag, 26. Oktober, über die neue L52. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat die neu geführte Trasse samt Emsflutmuldenbrücke und Emsbrücke freigegeben. Für die Region ist die Strecke wichtig: Auf rund zwölf Kilometern gibt es dort sonst keine andere Möglichkeit, die Ems zu überqueren.
348 Meter Flutmuldenbrücke, 82 Meter Stahlbogen
Die Straße verläuft auf rund 1,6 Kilometern Länge neu, etwa 40 bis 50 Meter südlich der alten Strecke. Kernstück ist die 348 Meter lange Brücke über die Flutmulde. Dazu kommt die 82 Meter lange Stahlbogenbrücke über die Ems, die im August 2024 im Einschubverfahren über den Fluss geschoben wurde. Schiffe haben jetzt mehr Platz: Die Durchfahrtshöhe liegt bei 5,35 Metern über dem höchsten schiffbaren Wasserstand.
Gebaut wurde sechs Jahre lang, die Kosten liegen bei rund 33 Millionen Euro. Bezahlt haben das Land Niedersachsen und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes gemeinsam. NLStBV-Präsident Timo Quander nannte Brücken bei der Freigabe „die Nadelöhre unserer Straßeninfrastruktur“. Hermann Poppen, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Ems-Nordsee, lobte die Abstimmung zwischen Bund und Land.
Alte Brücken verschwinden ab Frühjahr 2027
Die beiden alten Brücken direkt neben den Neubauten werden ab dem Frühjahr 2027 abgerissen. Der Verkehr auf der neuen Trasse ist davon nicht betroffen.
Weiter westlich ist die L52 bei Rhede allerdings noch gesperrt: Kurz vor der niederländischen Grenze erneuert die Landesbehörde derzeit einen Durchlass, die Arbeiten sollen bis zum 13. November dauern. Mehr zur Sperrung und Umleitung.

