Neu gründen oder einen bestehenden Betrieb übernehmen: Um diese beiden Wege in die Selbstständigkeit ging es beim Treffen des Netzwerks Emsländischer Unternehmerinnen (NEU) am Dienstag, 6. Oktober, in Lingen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen und die Emsland GmbH hatten eingeladen, die Plätze waren schnell vergeben. Gastgeberinnen waren Inga Schmidt von mauchi kidsfashion und Carolin Krallmann vom Café Aivilo.
Der Businessplan ist kein Gesetz
In ihrem Kindermodengeschäft erzählte Inga Schmidt, wie sie gegründet hat. Ihre Erfahrung: Nicht alles, was im ursprünglichen Businessplan steht, muss genau so umgesetzt werden. Wichtiger sei es, beweglich zu bleiben und das Konzept anhand der Praxis anzupassen. „Selbstständigkeit bedeutet für mich, dass man nicht immer alles perfekt macht, sondern immer neue Lösungen findet“, sagte Schmidt. Organisation, Geduld und das Setzen von Prioritäten kenne sie aus dem Alltag als Mutter, das helfe ihr auch im Geschäft. Rückhalt durch Familie, Freunde, Mitarbeitende und andere Selbstständige sei dabei viel wert.
Übernahme als Chance zum Umgestalten
Im Café Aivilo schilderte Carolin Krallmann, wie es ist, einen laufenden Betrieb zu übernehmen. Die größte Herausforderung sei gewesen, das Geschäft weiterzuführen und gleichzeitig zu entscheiden, was bleibt und was sich ändert. „Man kann eine Übernahme auch als Chance sehen, Dinge neu zu gestalten und eigene Ideen umzusetzen“, sagte sie. Krallmann sprach auch offen über anfängliche Ängste vor der Selbstständigkeit und über den ständigen Zeitmangel.
Bei Snacks von FalafEL setzten die Teilnehmerinnen den Austausch anschließend im Café fort.
Mitmachen im Netzwerk
Informationen zum Netzwerk Emsländischer Unternehmerinnen und zu weiteren Treffen gibt es bei der Emsland GmbH unter emslandgmbh.de/neu.

