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Zapfsäule an einer Backsteinwand, Symbolbild für Kraftstoffpreise

Heizöl um 80 Prozent teurer, Strom günstiger: Was die Teuerung im Oktober 2026 für das Osnabrücker Land bedeutet

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Wer im Landkreis Osnabrück täglich mit dem Auto zur Arbeit fährt oder sein Haus mit Heizöl wärmt, spürt die Teuerung im Oktober 2026 am stärksten. Diesel kostete in Niedersachsen 42,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Superbenzin 24,5 Prozent, leichtes Heizöl sogar 80,1 Prozent. Die Gesamtteuerung sank dennoch auf 2,9 Prozent, nach 3,3 Prozent im September 2026. Das meldet das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) am 30. Oktober 2026. Die Zahlen gelten für das ganze Bundesland, eine eigene Rate für Stadt und Landkreis Osnabrück weist die Statistik nicht aus.

Pendeln und Heizen bleiben die Preistreiber

Energie war im Oktober 2026 im Jahresvergleich 11,9 Prozent teurer und trieb die Inflation weiter an. Kraftstoffe insgesamt lagen 28,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Wer weite Wege zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Arzt hat, zahlt beim Tanken also deutlich mehr als im Oktober 2025. Auch feste Brennstoffe wie Holz oder Pellets kosteten 13,0 Prozent mehr.

Tankrabatt senkt die Spritpreise gegenüber September

Im Vergleich zum Vormonat ging es an der Zapfsäule bergab: Die Kraftstoffpreise sanken gegenüber September 2026 um 6,1 Prozent. Die Statistiker sehen den Grund vor allem in der Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel, dem Tankrabatt, der seit dem 1. Oktober 2026 gilt. Die Energiepreise insgesamt fielen im Monatsvergleich um 2,2 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt gaben um 0,1 Prozent nach.

Strom, Gas und Fernwärme kosten weniger als vor einem Jahr

Für Haushalte gibt es auch gute Nachrichten. Strom war 2,6 Prozent günstiger als im Oktober 2025, Erdgas ohne Betriebskosten 5,3 Prozent und Fernwärme 4,3 Prozent. Die Haushaltsenergie insgesamt lag wegen des teuren Heizöls und der festen Brennstoffe nur 1,2 Prozent über dem Vorjahr. Rechnet man Heizöl und Kraftstoffe heraus, stieg der Gesamtindex nur um 1,7 Prozent.

Im Einkaufswagen: Butter und Milch billiger, Eier und Gemüse teurer

Nahrungsmittel kosteten insgesamt 0,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Butter war 21,6 Prozent günstiger, Milch 10,5 Prozent, frisches Obst 4,3 Prozent. Dagegen zogen die Preise für Gemüse um 5,4 Prozent an, bei Gurken (plus 16,7 Prozent), Paprika (plus 16,6 Prozent) und Kartoffeln (plus 13,6 Prozent) fällt der Aufschlag besonders hoch aus. Eier kosteten 13,2 Prozent mehr.

Müll, Abwasser und Wasser: Die Nebenkosten ziehen an

Die Wohnungsnebenkosten stiegen um 5,0 Prozent. Die Müllabfuhr wurde 5,4 Prozent teurer, die Abwasserentsorgung 3,9 Prozent und die Wasserversorgung 3,4 Prozent. Die Nettokaltmieten legten dagegen mit 1,9 Prozent moderat zu. Wer sein Auto in die Werkstatt bringt, muss mit höheren Rechnungen rechnen: Wartung und Reparatur von Fahrzeugen kosteten 6,3 Prozent mehr, Verbundtickets für Bus und Bahn 5,9 Prozent. Dienstleistungen ohne Nettokaltmieten verteuerten sich um 3,0 Prozent, der niedrigste Anstieg seit August 2022. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,3 Prozent.

Zahlen sind noch vorläufig

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Erscheint bis zum 6. November 2026 keine Korrektur, gelten sie als endgültig. Zum Vergleich: Bundesweit hatte das Statistische Bundesamt die Inflationsrate für September 2026 auf 3,3 Prozent beziffert. Tabellen und Abbildungen stellt das LSN auf seiner Internetseite bereit, die Pressemitteilung steht hier online.

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