Nach dem Derbysieg gegen den TuS Bersenbrück steht der SC Spelle-Venhaus auf Platz zwei der Oberliga Niedersachsen. Am Sonntag, 1. November 2026, tritt die Mannschaft von Trainer Henry Hupe um 14:30 Uhr beim Tabellenletzten SSV Vorsfelde an. Für Hupe ist das trotz der Tabellenlage alles andere als ein Selbstläufer.
Warum Hupe das Schlusslicht ernst nimmt
In dieser Liga könne jeder jeden schlagen, betont der Trainer. Nach dem starken Auftritt gegen Bersenbrück müsse seine Mannschaft auch in Vorsfelde viel investieren. Seit fünf Spielen ist Spelle ungeschlagen, auf die enge Tabelle wolle man aber erst im Sommer schauen. Bis dahin gehe es darum, möglichst viele Punkte zu holen.
Eine Umstellung wartet auf jeden Fall: Gegen Bersenbrück spielte Spelle auf Kunstrasen, in Vorsfelde geht es auf Naturrasen. Hupe rechnet deshalb mit einem ganz anderen Spiel.
Vorsfelde wartet seit zehn Spielen auf einen Sieg
Der Aufsteiger aus dem Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde gewann nur sein erstes Oberligaspiel, 1:0 gegen den FC Verden 04. Seitdem gab es acht Niederlagen und zwei Unentschieden, darunter ein 3:3 beim Heeslinger SC. Seit dem vierten Spieltag steht der SSV auf einem Abstiegsplatz, mit acht Treffern hat er die wenigsten Tore der Liga erzielt und 27 kassiert. Auf das rettende Ufer, derzeit Egestorf/Langreder, fehlen fünf Punkte.
Trainer René Wegner, früher unter anderem Spieler bei Eintracht Braunschweig, führte Vorsfelde als Meister der Landesliga Braunschweig direkt zurück in die Oberliga. Im Sommer kamen 16 neue Spieler in den Kader.
Personallage bei Spelle noch offen
Für die rund 280 Kilometer lange Fahrt nach Wolfsburg gibt es noch Fragezeichen. Ob Janik Jesgarzewski, Felix Golkowski und Benjamin Evers, die gegen Bersenbrück auf der Bank saßen, einsatzbereit sind, ist unklar. Adrian Lenz hat sich am Mittwoch verletzt, laut Hupe sah es nicht gut aus. Einen starken Kader werde Spelle aber in jedem Fall aufbieten können.

