Innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Werbung im Netz waren alle Karten weg: Bis auf den letzten Platz besetzt war das Capitol Nordhorn am 27. Oktober 2026 beim Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“. Nach der Vorführung sprach Regisseurin Isabel Schneider mit dem Publikum über ihren Film. Wer keine Karte bekommen hat, kann im Frühjahr 2027 noch einmal zuschauen.
Neue Vorführung im UCI Kino geplant
Das Organisationsteam plant, den Film im kommenden Frühjahr im UCI Kino Nordhorn erneut zu zeigen, eingebettet in eine weitere Veranstaltung für Frauen und Männer. Einen Termin nennt die Stadt Nordhorn noch nicht.
Worum es in dem Film geht
Die Dokumentation blickt auf das deutsche Unterhaltungsfernsehen der 1990er- und frühen 2000er-Jahre zurück, erzählt ausschließlich von Frauen, die damals dabei waren. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins schildern, wie Männer den Ton angaben und Frauen oft nur Beiwerk oder Zielscheibe sexistischer Witze waren. Archivbilder und persönliche Erinnerungen werfen die Frage auf, was Humor mit Macht und Gleichberechtigung zu tun hat.

Im Gespräch mit Eva List erzählte die 1995 geborene Regisseurin von ihrer Recherche in den Archiven. Sie habe gefühlt 2 Jahre lang in den 90ern gelebt, sagte Schneider. Sie berichtete auch, wie andere auf den Film reagiert haben, darunter Harald Schmidt.
Ein Kochclub brachte den Stein ins Rollen
Die Idee zu dem Abend hatte ein Nordhorner Kochclub, in dem nur Männer sind. Die Mitglieder hatten Isabel Schneider bei einem Wanderurlaub kennengelernt und wollten sie danach mit ihrem Film nach Nordhorn holen. Über Capitol-Vorsitzenden David Korte kamen die städtische Gleichstellungsbeauftragte Anja Milewski, Unternehmerin Eva List und UCI-Geschäftsführer David Zimmermann dazu.

Korte begrüßte die Gäste zu einer Veranstaltung „für Frauen und ja, auch für interessierte Männer“. Milewski drehte den Satz spontan um und schlug als Untertitel eine Veranstaltung für Männer und interessierte Frauen vor, was im Saal für Lachen und Applaus sorgte. Unter den Gästen waren tatsächlich viele Männer, auch die Mitglieder des Kochclubs.

