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Prof. Dr. Uwe Schneidewind spricht in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden über Nachhaltigkeit

Emder Vorträge: Uwe Schneidewind wirbt in der Johannes a Lasco Bibliothek für „Inseln des Gelingens“

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Statt düsterer Klimaszenarien hat Prof. Dr. Uwe Schneidewind am Dienstag, 3. November 2026, in Emden für Zuversicht geworben. Der Wirtschaftswissenschaftler und frühere Oberbürgermeister von Wuppertal sprach bei den „Emder Vorträgen“ in der Johannes a Lasco Bibliothek über die Frage, warum Nachhaltigkeit gerade jetzt wichtig ist. Eingeladen hatten die Hochschule Emden/Leer und die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).

Viele junge Leute im Publikum

Für Schneidewind war es der 2. Auftritt in der Reihe, mit der Hochschule und VDW seit mehr als 10 Jahren gesellschaftliche Themen in die Stadt tragen. Unter den Gästen waren diesmal viele Schülerinnen und Schüler. Darüber freute sich besonders Prof. Dr. Maren Grautmann, Vizepräsidentin der Hochschule. Die Zukunftssorgen junger Menschen würden zu oft übergangen, sagte sie bei der Begrüßung. Grußworte der Stadt sprach Oberbürgermeister Tim Kruithoff.

Prof. Dr. Maren Grautmann begrüßt die Gäste in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden
Vizepräsidentin Prof. Dr. Maren Grautmann begrüßte die Gäste in der Johannes a Lasco Bibliothek. Foto: Tobias Bruns

Warum es um den Klimaschutz stiller geworden ist

Schneidewind zeichnete nach, wie sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickelt hat. Auf Aufbrüche Ende der 1980er-Jahre, nach dem Pariser Klimaabkommen und mit „Fridays for Future“ sei zuletzt eine ruhigere Phase gefolgt. Klima- und Nachhaltigkeitsthemen hätten derzeit spürbar Gegenwind. Machtfragen würden in der Politik oft vor Sachfragen gestellt, und viele hielten die Finanzierung für unsicher.

Erfolge zeigen statt Angst machen

Gerade jetzt komme es darauf an, Menschen mit den richtigen Themen zu erreichen, so Schneidewind. Dafür müssten gelungene Beispiele bekannter werden, die er „Inseln des Gelingens“ nennt. Als Beispiel nannte er den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Deutschland auch unabhängiger von geopolitischen Krisen mache. Aus Emden hob er den Klimarat des Max-Windmüller-Gymnasiums hervor, der seit vielen Jahren aktiv ist.

Podiumsdiskussion bei den Emder Vorträgen mit Uwe Schneidewind, Tim Kruithoff, Lina Marie Buck und Katharina Mohr
Auf dem Podium (von links, 2. bis 5.): Dr. Katharina Mohr, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Studentin Lina Marie Buck. Foto: Tobias Bruns

Podium mit Oberbürgermeister und Studentin

Im Anschluss diskutierte Schneidewind mit Tim Kruithoff, Dr. Katharina Mohr, Geschäftsführerin des Ökowerks Emden, und der Studentin Lina Marie Buck. Auch das Publikum stellte Fragen. Durch den Abend führten Noah Köckler und Vanessa Busse, die am Business Campus der Hochschule in Leer studieren.

Moderator Noah Köckler mit Katharina Mohr und Uwe Schneidewind auf dem Podium in Emden
Noah Köckler (links) moderierte gemeinsam mit Vanessa Busse, in der Mitte Dr. Katharina Mohr vom Ökowerk Emden, rechts Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Foto: Tobias Bruns

Auch Lina Marie Buck vermisst nachhaltige Themen in der öffentlichen Debatte. Ihr Appell zum Schluss: Die Erfolge müssten sichtbar gemacht werden, damit die Hoffnung nicht verloren gehe.

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