Elektromobilität legt zu: Rekordwerte bei E-Auto-Zulassungen und Ladeinfrastruktur

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BERLIN. Die Elektromobilität in Deutschland erlebt 2025 einen kräftigen Aufschwung. Wie der aktuelle Elektromobilitätsmonitor des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt, erreichten die Neuzulassungen von Elektroautos im ersten Halbjahr ein Rekordniveau. Zugleich wurde die öffentliche Ladeinfrastruktur weiter deutlich ausgebaut.

Im ersten Halbjahr 2025 wurden bundesweit 248.726 vollelektrische Pkw (BEV) neu zugelassen – ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag der Anteil von E-Autos an den gesamten Pkw-Neuzulassungen im August bei 19 Prozent. Auch die durchschnittlichen CO₂-Emissionen konnten durch die zunehmende Elektrifizierung deutlich gesenkt werden.

Parallel zur wachsenden Nachfrage bei E-Pkw stieg die Anzahl öffentlicher Ladepunkte auf rund 184.000. Besonders bei den Ultraschnellladern verzeichnete der BDEW einen starken Zuwachs. Trotz der gestiegenen Fahrzeugzahlen waren durchschnittlich 85 Prozent der Ladepunkte jederzeit verfügbar – ein gutes Signal für Fahrerinnen und Fahrer in ganz Deutschland.

Erstmals analysierte der Monitor auch das Ladeangebot für E-Lkw. Hier zeigt sich eine positive Entwicklung: Bereits 70 Standorte wurden gezählt, 50 davon erfüllen die EU-Kriterien zur Anrechnung auf die europäischen Zielvorgaben. Damit sind schon jetzt 67 Prozent des deutschen Autobahnnetzes abgedeckt. Das von der EU geforderte Ausbauziel wird um das 4,5-Fache übertroffen.

Auch wirtschaftlich lohnt sich Elektromobilität laut BDEW zunehmend. In vier von fünf untersuchten Ladeszenarien sind die Kosten für Strom günstiger als das Tanken. Wer etwa zu Hause, beim Arbeitgeber oder über Vertragspartner lädt, profitiert von niedrigeren Betriebskosten. Selbst beim Roaming-Schnellladen muss Laden nicht zwingend teurer sein als Tanken – es kommt auf den Tarif an.

„Elektromobilität bekommt gerade neuen Schwung“, betont BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Sie ruft Bundesregierung und EU-Kommission dazu auf, eine klare Strategie für den Ausbau der Elektromobilität zu entwickeln. Neben steuerlichen Anreizen sei auch Planungssicherheit durch verlässliche CO₂-Flottengrenzwerte notwendig, um Investitionen und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Den vollständigen Elektromobilitätsmonitor stellt der BDEW auf seiner Website bereit.

Quelle: Pressemitteilung BDEW

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