Bremerhaven. Der geplante Nachbau der historischen Bark „Najade“ wird nicht realisiert. Wie die Stadt Bremerhaven mitteilte, sei das Projekt wirtschaftlich nicht darstellbar. Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen (BdSt) begrüßt die Entscheidung – kritisiert jedoch deutlich die späte Einsicht und die bereits verausgabten Planungsgelder.
Ursprünglich sollten 46 Millionen Euro Bundesmittel für den Nachbau der 1888 in Bremerhaven gebauten „Najade“ eingesetzt werden – als Ersatz für die 2018 gesunkene „Seute Deern“. Doch weder das Land Bremen, die Stadt noch das Deutsche Schifffahrtsmuseum waren je bereit, sich finanziell am Bau oder künftigen Betrieb zu beteiligen. „Das Brimborium rund um die Najade hätte man sich sparen können, vor allem die Verausgabung der Planungsgelder“, kritisierte BdSt-Vorstand Carl Kau.
Die Kritik teilt auch der Bundesrechnungshof. Er hatte 2022 vor hohen Unterhaltungskosten von jährlich rund 500.000 Euro gewarnt und das Projekt als „nicht nachhaltig“ eingestuft. Dennoch bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestages 2022 erneut Mittel – bis zu 2,37 Mio. Euro für die Planungen.
Im Sommer 2025 lag schließlich eine Wirtschaftlichkeitsanalyse vor, die den Ausschlag gab: Ein wirtschaftlicher Betrieb sei nicht realisierbar. Damit ist das Projekt nun endgültig gescheitert. Der Steuerzahlerbund fordert nun Aufklärung über die entstandenen Planungskosten.
Quelle: Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen e. V.

