Berlin. Mit der Novellierung des Energiewirtschafts- und des Stromsteuergesetzes hat der Bundestag zentrale Hürden für das bidirektionale Laden abgebaut. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) spricht von einem „wichtigen Beitrag für den Erfolg der E-Mobilität“ und fordert weitere politische Schritte, um die Technologie in den Massenmarkt zu bringen.
Besonders positiv bewertet der VDA die Abschaffung der Doppelbelastung bei den Netzentgelten und die Stromsteuerbefreiung für bestimmte Anwendungsfälle. Diese Maßnahmen sollen das bidirektionale Laden – bei dem E-Fahrzeuge nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch ins Netz zurückspeisen können – wirtschaftlich attraktiver machen.
E-Mobilität wird flexibler und netzdienlicher
„Das bidirektionale Laden ist eine zentrale Zukunftstechnologie für ein erneuerbares, flexibles Energiesystem“, betont VDA-Geschäftsführer Dr. Marcus Bollig. Er verweist darauf, dass deutsche Hersteller bereits über 20 Fahrzeugmodelle für die Rückspeisung vorbereitet haben. Weitere Modelle sollen folgen.
Noch unverständlich bleibt laut Bollig, warum die Steuererleichterungen beim Vehicle-to-Grid (V2G) derzeit nur für Nutzer mit eigener Photovoltaikanlage gelten sollen. Der VDA fordert deshalb eine zügige Umsetzung weiterer Vereinfachungen im Stromsteuerrecht.
Politischer Handlungsbedarf beim Markthochlauf
Damit die Technologie breite Anwendung findet, braucht es laut VDA nun insbesondere:
- einfache Mess- und Zählkonzepte zur Abgrenzung geförderter Strommengen,
- sowie einkommensteuerliche Vereinfachungen für Nutzer.
„Die Automobilindustrie ist bereit – jetzt braucht es klare Signale der Politik für die breite Umsetzung“, so Bollig.
Hintergrundinformationen zum Thema sowie weitere technische Details sind über den Verband der Automobilindustrie (VDA) abrufbar.

