EUDR: Verlegerverbände begrüßen Entscheidung des Europäischen Parlaments über Herausnahme von Presse und Büchern

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Digitale Realität

Berlin. Der Medienverband der freien Presse (MVFP), der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) sowie der Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) haben die Entscheidung des Europäischen Parlaments begrüßt, fertige Druckerzeugnisse wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher von den Regelungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) auszunehmen. Die EUDR Ausnahme für Medien ist ein wichtiger Schritt zur Wahrung der Pressefreiheit und der kulturellen Vielfalt in Europa.

Medien unter Druck

Durch die heutige Abstimmung hat das Europäische Parlament ein Zeichen gesetzt, dass fertige Printprodukte nicht als Treiber der Entwaldung gesehen werden sollten. Die maßgeblichen Organisationen fordern nun die EU-Kommission und den Rat auf, diese Ausnahme im Rahmen der Trilogverhandlungen endgültig festzuschreiben. „Das heutige Votum ist ein starkes und notwendiges Signal“, erklärten die Verlegerorganisationen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Herausforderungen, denen Verlage gegenüberstehen, angemessen berücksichtigt werden.

Die EUDR bleibt weiterhin in vollem Geltungsbereich für Holz und Papier, was bedeutet, dass diese Rohstoffe EUDR-konform produziert und gehandelt werden müssen. Die Ausnahme für Druckerzeugnisse entschärft jedoch bürokratische Anforderungen, die andernfalls die Verlage stark belastet hätten. „Ohne diese Ausnahme wären Verlage mit gravierenden bürokratischen Anforderungen konfrontiert gewesen“, so die Verbände. Diese Anforderungen wären weder umweltfreundlich noch praktikabel gewesen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Entscheidung hat nicht nur Auswirkungen auf die Verlage, sondern auch auf die gesamte Medienlandschaft und die kulturelle Vielfalt in Europa. Die Verbände betonen, dass der Schutz der Wälder und der Schutz der Presse sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern vielmehr Hand in Hand gehen sollten. Daher appellieren sie eindringlich an die Europäische Kommission und den Rat, die EUDR Ausnahme für Medien als langfristige Regelung zu verankern.

Die EUDR Ausnahme für Medien stellt sicher, dass die Presse in Deutschland und ganz Europa weiterhin eine wichtige Rolle spielen kann, ohne durch unzumutbare bürokratische Hürden behindert zu werden. Die nächsten Schritte in den Trilogverhandlungen werden entscheidend sein, um die kulturelle Vielfalt und die Freiheit der Presse langfristig zu sichern.

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