Im Bohmter Ortsteil Stirpe hat der Landkreis Osnabrück zusammen mit dem Verein für Umwelt und Naturschutz Bohmte ein ökologisch wertvolles Biotop wiederhergestellt. Die Fläche ist nach § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes geschützt und hatte durch starken Weidenaufwuchs, ausbleibende Mahd und eine fortschreitende Verschlammung deutlich an Qualität verloren. Ausgelöst wurde das Projekt durch eine gemeinsame Begehung im Frühjahr 2025, bei der Handlungsbedarf sichtbar wurde.
Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Firma Dohr für Garten- und Landschaftsbau wurden im Anschluss geeignete Maßnahmen geplant. Ziel war es, dem Gelände seinen ursprünglichen Offenlandcharakter zurückzugeben und seine ökologische Funktion langfristig zu sichern. Die Ehrenamtskoordination im Naturschutz begleitete die Arbeiten fachlich und vernetzte die Beteiligten.
Im Herbst wurden Gehölze und aufkommendes Buschwerk entfernt, um lichtliebenden Arten wieder bessere Voraussetzungen zu bieten. Zusätzlich brachte die Firma Dohr artenreiche Saatmischungen für Feuchtwiesen und Ufersäume aus, entschlammte ein bestehendes Stillgewässer und legte ein weiteres Gewässer neu an. Neue Totholzhaufen schaffen zusätzliche Rückzugsräume für Insekten, Amphibien, Vögel und Kleinsäuger. Alle Maßnahmen erfolgten mit leichter Technik, um Bodenverdichtungen zu vermeiden.
§ 30-Biotope gelten als besonders wertvolle Strukturen in der Landschaft und bieten zahlreichen seltenen Arten Lebensraum. Gleichzeitig benötigen viele dieser Flächen regelmäßige Pflege, um ihre Funktion zu erhalten. Das Projekt in Stirpe zeigt, wie Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Fachbehörden und Unternehmen zur Stärkung der biologischen Vielfalt beitragen kann.

