München. Camping im Schnee erfreut sich wachsender Beliebtheit, da immer mehr Urlauber auch in der kalten Jahreszeit die Natur in den Bergen oder an winterlichen Seen erleben möchten. Inzwischen sind viele Wohnwagen so ausgestattet, dass sie auch bei Minusgraden komfortabel genutzt werden können.
Wintercamping leicht gemacht!
Um dem Kältegefühl beim Wintercamping zu entkommen, ist eine gute Isolierung unerlässlich. Dazu gehören nicht nur isolierte Fenster, sondern auch eine angemessene Heizungsanlage. Wohnmobile mit integriertem Fahrerhaus sind besonders anfällig für Kälte, wenn sie nicht mit Doppelverglasung versehen sind. In solchen Fällen können schwere Vorhänge oder spezielle Isoliermatten genutzt werden, während eine Fußbodenheizung den Komfort erheblich steigert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Gasverbrauch im Winter, der signifikant ansteigt. Camper sollten ein Zweiflaschensystem mit automatischer Umschaltung in Betracht ziehen, um stets mit ausreichend Brennstoff versorgt zu sein. Empfehlenswert ist ein Propan-Butan-Gemisch, das auch bei niedrigen Temperaturen gasförmig bleibt. Elektrische Regler-Heizer wie der „EisEx“ sind nützlich, um ein Einfrieren der Gasanlage zu verhindern.
Die richtige Heiztechnik
Bei der Auswahl des Heizsystems sollten Camper vor allem Wasserheizungen bevorzugen. Diese sorgen für eine gleichmäßige, leise und zugfreie Wärme im Wohnraum. Eine gute Dämmung, innenliegende oder gedämmte Wassertanks und eine effiziente Fußbodenheizung erhöhen nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit. Das Heizen mit Gas ist in der Regel günstiger als der Einsatz von Strom.
2019 testete der ADAC im österreichischen Ötztal verschiedene Wintercaravans unter realen Bedingungen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Anschaffung einesWintercaravans für regelmäßige Wintercamper lohnt. Für Gelegenheitsnutzer reicht oft ein herkömmliches Modell, das allerdings mit einem höheren Energieverbrauch verbunden ist.
Tipps für Wintercamper
Der ADAC hat eine Reihe an Empfehlungen für das Wintercamping zusammengetragen:
- Reservierung: Beliebte Wintercampingplätze, wie in den Alpen, sind oft schnell ausgebucht. Daher empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
- Winterreifen: Diese sind für Zugfahrzeug und Wohnmobil Pflicht. Die Profiltiefe sollte mindestens 4, besser 5 Millimeter betragen. Schneeketten sind ebenfalls ratsam.
- Stellplatz: Wählen Sie einen gut geräumten Platz mit stabiler Unterlage für die Hubstützen. Lösen Sie nach dem Abstützen die Handbremse, um ein Festfrieren zu vermeiden.
- Stromkabel: Diese sollten so verlegt werden, dass sie nicht vom Schneepflug beschädigt werden.
- Vorzelt: Ein Vorzelt dient als Wetterschutz und Trockenraum, um Feuchtigkeit im Innenraum zu vermeiden.
- Belüftung: Halten Sie Öffnungen frei von Schnee und lassen Sie die Dachluke leicht geöffnet, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
- Abwasser: Falls der Tank unisoliert außen liegt, lassen Sie den Ablasshahn geöffnet, um das Wasser direkt in einen Eimer zu leiten.
- Schnee auf dem Dach: Entfernen Sie regelmäßig Schnee von Ihrem Wohnmobil, da nasser Schnee schnell zu einer schweren Belastung werden kann.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Camping im Schnee entwickelt sich zu einer attraktiven Option für Reisende, die auch in der kalten Jahreszeit aktiv die Natur genießen möchten. Traditionelle Regionen wie die Alpen profitieren von dieser Entwicklung, da die Nachfrage nach Stellplätzen kontinuierlich steigt. Die Hinweise und Tipps des ADAC sind für alle Camper wertvoll, um gut vorbereitet und sicher in den Winterurlaub zu starten.

