Gut ein Drittel der Internetnutzenden in Deutschland ist auf Webseiten oder in sozialen Medien mit Hassrede konfrontiert. Das Statistische Bundesamt verzeichnet dabei einen deutlichen Anstieg innerhalb von zwei Jahren.
Wahrnehmung von Hatespeech nimmt zu
Nach eigener Einschätzung haben im ersten Quartal 2025 rund 34 Prozent der Internetnutzenden Beiträge im Zusammenhang mit Hassrede wahrgenommen. Das entspricht etwa 19,6 Millionen Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren. Als Hassrede gelten Informationen oder Kommentare, die feindselig oder erniedrigend gegenüber Personengruppen oder Einzelpersonen sind – unabhängig davon, ob sie gegen die eigene Person oder andere gerichtet sind.
Im Vergleich zu 2023, als die Frage erstmals gestellt wurde, ist der Anteil deutlich gestiegen. Damals waren 28 Prozent der Internetnutzenden betroffen. Politische oder gesellschaftliche Ansichten bleiben das häufigste Ziel von Hatespeech im Netz.
Desinformation weit verbreitet
Gut die Hälfte der Internetnutzenden beobachtet nach eigenen Angaben Desinformation und Fake News auf Webseiten oder in sozialen Medien. Die Zahlen zeigen, dass problematische Inhalte für einen erheblichen Teil der Nutzerinnen und Nutzer zum alltäglichen Online-Erlebnis gehören.

