Phishing-Welle trifft Unternehmen in der Region – IHK warnt vor Betrugsmaschen

Phishing-Boom: Sicherheitstipps für Online-Shopping vor Weihnachten

Berlin. In der Vorweihnachtszeit, insbesondere rund um den Black Friday und den heutigen Cyber Monday, nimmt das Risiko von Phishing-Angriffen zu. Der TÜV-Verband warnt vor den Gefahren gefälschter und mit Schadsoftware verseuchter E-Mails, SMS und QR-Codes und gibt wertvolle Tipps zum Schutz für Verbraucher:innen. Die zentralen Informationen zum Thema Phishing während Weihnachtsgeschäft sollten von allen Online-Shopping-Begeisterten ernst genommen werden.

Schutz vor Phishing

In den Wochen vor Weihnachten boomt der Onlinehandel, was auch Cyberkriminelle auf den Plan ruft. Laut dem aktuellen „Bundeslagebild Cybercrime“ des Bundeskriminalamts (BKA) zählt Phishing zu den häufigsten Methoden im Online-Betrug. Betrüger nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe zu verfeinern. „Gerade jetzt in der Shopping-Hochsaison wird mit emotionalem Druck gearbeitet“, erläutert Marc Fliehe, Cybersicherheitsexperte beim TÜV-Verband.

Die Maschen sind vielfältig und reichen von gefälschten E-Mails bis hin zu manipulierten QR-Codes. Dabei sind die Nachrichten häufig so gestaltet, dass sie täuschend echt wirken. Verbraucher:innen sollten sich der aktuellen Risiken bewusst sein, um sicher online einkaufen zu können.

Phishing hat viele Gesichter

Phishing ist längst nicht mehr nur auf E-Mails beschränkt. Die Angreifer greifen auch zu anderen Kommunikationskanälen:

  • Smishing: Hierbei handelt es sich um gefälschte SMS, die beispielsweise Paketbenachrichtigungen oder Sicherheitswarnungen enthalten. Im Jahr 2024 hatten einzelne Kampagnen laut BKA bis zu 500.000 Empfänger:innen und Mobilfunkanbieter meldeten mehr als 100.000 Verdachtsfälle pro Tag.

  • Quishing: Manipulierte QR-Codes leiten beim Scannen auf gefälschte Webseiten. „Die betrügerischen QR-Codes können über verschiedene Kommunikationswege verbreitet werden, darunter auch Briefpost“, sagt Fliehe. Das macht es für Nutzer:innen schwieriger, die Herkunft des Codes zu überprüfen.

  • Vishing: Hierbei handelt es sich um betrügerische Anrufe, bei denen angebliche Mitarbeiter von Banken oder Versanddienstleistern sensible Daten abfragen. Oft wird Druck ausgeübt, um User zur Herausgabe von Informationen zu bewegen.

Phishing erkennen: Fünf typische Warnsignale

Verbraucher:innen sollten bei verdächtigen Nachrichten besonders aufmerksam sein:

  • Ungewohnte Absenderadresse: Abweichungen, wie z. B. „kundendienst@amaz0n.com“.
  • Dringlichkeit: Drohungen oder exklusive Angebote, die zeitlich begrenzt sind.
  • Allgemeine Anrede: Verwendung von „Sehr geehrter Kunde“ statt einer namentlichen Ansprache.
  • Unklare Links: Linktexte, die nicht zur tatsächlichen Adresse passen.
  • Fehlende HTTPS-Verschlüsselung: Keine sichere Verbindung zur Webseite.

Empfänger:innen solcher Nachrichten sollten diese sofort löschen und die jeweilige Seite manuell im Browser aufrufen.

Die richtige Reaktion ist entscheidend

Wenn Nutzer:innen glauben, auf eine Phishing-Nachricht hereingefallen zu sein, sollten sie schnell handeln. Zugangsdaten sind sofort zu ändern und betroffene Zahlungsmittel zu sperren. Zudem wird empfohlen, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Fliehe ermutigt: „Niemand sollte sich schämen, auf eine Phishing-Nachricht hereingefallen zu sein.“

Sicher online einkaufen: Praktische Tipps

Der TÜV-Verband gibt einige nützliche Ratschläge für einen sicheren Online-Einkauf:

  • Überprüfen Sie die Vertrauenswürdigkeit des Händlers.
  • Nutzen Sie nur sichere Internetverbindungen (HTTPS).
  • Schützen Sie Ihre Passwörter mit einem Passwort-Manager und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Halten Sie Software, Betriebssysteme und Virenschutz aktuell.
  • Geben Sie keine sensiblen Daten über öffentliches WLAN ein.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Für Verbraucher:innen ist es besonders wichtig, sich gut zu informieren und präventiv zu handeln, um sich vor den Gefahren des Online-Handels zu schützen. Das Thema Phishing während Weihnachtsgeschäft soll in der Öffentlichkeit stärker thematisiert werden, um Aufklärung und Bewusstsein zu schaffen. Die Warnung vor Betrugsversuchen ist in der heutigen Zeit unerlässlich, um die Sicherheit im Netz zu gewährleisten.

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