DIHK fordert Kurswechsel in Klima- und Rentenpolitik

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Digitale Realität

Technologiepartnerschaft mit Polen soll verstärkt werden

Die deutsche Wirtschaft setzt verstärkt auf Polen als Technologiepartner. Digitalminister Karsten Wildberger und sein polnischer Amtskollege Krzysztof Gawkowski kündigten bei der Konferenz „Deutsch-Polnische Zukunftsmärkte“ am 27. November in Berlin ein Memorandum für die Zusammenarbeit der Digitalwirtschaft an. Polen spiele aufgrund hoher Innovationsdynamik und exzellenter digitaler Infrastruktur eine wachsende Rolle für Deutschland. Der IT-Sektor mache allein acht Prozent des polnischen Bruttoinlandsprodukts aus. Henrik Vagt von der IHK Berlin betonte: „Polen löst die aktuellen Herausforderungen besser als Deutschland.“ Gemeinsame Projekte sind bereits im Bereich künstlicher Intelligenz, Dateninfrastruktur, Photonik und GreenTech geplant.

Rentenreform: Eintrittsalter an Lebenserwartung koppeln

Stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks kritisiert die geplanten Rentenbeschlüsse des Koalitionsausschusses als falsches Signal. Zwar könne zusätzliche Kapitaldeckung den demografischen Wandel etwas dämpfen, die enormen Kosten eines festgeschriebenen Rentenniveaus blieben jedoch unverändert. Die neue Rentenkommission müsse echte Reformen angehen: Das Renteneintrittsalter sollte an die Lebenserwartung gekoppelt und die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren komplett abgeschafft werden. Steigende Sozialbeiträge und zunehmende Arbeitskosten belasteten Betriebe, hemmten Investitionen und bremsten Beschäftigung aus.

Klimaschutz: Weg von Detailsteuerung zu flexiblem CO2-Budget

Die DIHK-Vollversammlung fordert einen Kurswechsel in der Klimapolitik. Statt staatlicher Detailsteuerung und jahresscharfer Vorgaben plädiert die Wirtschaft für ein flexibleres CO2-Budget und stärkere internationale Koordinierung der Klimaziele. DIHK-Präsident Peter Adrian warnt, der aktuelle Weg führe zu Kosten, Wettbewerbsnachteilen, Schließungen energieintensiver Industrien und Jobverlusten. Eine starke Wirtschaft sei notwendig, um die hohen Investitionserfordernisse der Energiewende zu stemmen. Eine DIHK-Studie zeigt: Der neue Ansatz würde die Kosten der Energiewende erheblich senken.

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