EU-Economic Security Package: DIHK warnt vor zu starken Markteingriffen

Anzeige
Digitale Realität

Berlin. Mit Blick auf das EU Economic Security Package hat DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier eine entschlossene, aber wirtschaftsorientierte Strategie Europas gefordert. Hintergrund sind wachsende geoökonomische Spannungen, die insbesondere durch die Rivalität zwischen den USA und China verstärkt werden und die deutsche Wirtschaft zunehmend belasten.

Treier betont, dass strategische Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen bereits heute zu erheblichen Risiken für Unternehmen führen. Europa müsse daher als souveräner Akteur auftreten und geschlossen handeln, um die wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern. Zugleich warnt er vor staatlichen Eingriffen in unternehmerische Entscheidungen. Die Gestaltung globaler Lieferketten müsse weiterhin in der Verantwortung der Unternehmen liegen.

Economic Security Package im Fokus

Die Vorschläge der EU zu Vorratshaltung und möglichen Exportbeschränkungen bei kritischen Rohstoffen bewertet Treier kritisch, da sie tief in Marktmechanismen eingreifen könnten. Stattdessen plädiert er für eine Wirtschaftsstrategie, die auf offene Märkte und starke internationale Partnerschaften setzt. Ziel müsse es sein, Lieferketten breiter aufzustellen und die Resilienz der europäischen Wirtschaft nachhaltig zu erhöhen.

Große Erwartungen setzen Unternehmen laut Treier in die geplante ResourceEU-Strategie. Diese könne entscheidend dazu beitragen, die Rohstoffversorgung der EU zu stärken sowie konkrete internationale Rohstoffprojekte anzustoßen. Ein solcher Ansatz sei zentral für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Stabilität.

Bedeutung für Unternehmen in Deutschland

Für die deutsche Wirtschaft sind stabile Lieferketten, verlässliche Rohstoffquellen und internationale Kooperationen essenziell. Das EU Economic Security Package wird daher aufmerksam beobachtet, denn seine Ausgestaltung beeinflusst direkt die Rahmenbedingungen für Industrie, Mittelstand und Außenhandel.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel