Mannheim. Die aktuelle Putzstudie 2025 von ExtraSauber.de verdeutlicht die deutlichen Unterschiede im Putzverhalten von Frauen und Männern. Die Umfrage unter 508 Nutzern zeigt auf, wie sich Hausarbeit und die Wahrnehmung von Sauberkeit zwischen den Geschlechtern unterscheiden und wo Belastungen wahrgenommen werden.
Studie zeigt: Frauen putzen mehr!
In der Studie kommt hervor, dass Frauen den Großteil der Hausarbeit übernehmen. Laut den Ergebnissen geben 66 Prozent der befragten Frauen an, den überwiegenden Teil der Reinigungsarbeiten zu erledigen. Im Gegensatz dazu sind es bei den Männern lediglich 16 Prozent, die angeben, den Großteil des Putzens zu übernehmen. Zusätzlich äußern Frauen, dass ihre Partner nicht einmal die gesamte Reinigungsarbeit alleine übernehmen, während ein Drittel der Männer glaubt, dass ihre Partnerin mehr putzt als sie selbst.
In Bezug auf die Zeit, die in die Reinigung investiert wird, verbringen Frauen im Schnitt 3,1 Stunden pro Woche mit Putzen. Männer hingegen gestalten ihre Putzzeit mit durchschnittlich 2,0 Stunden deutlich kürzer. Besonders auffällig ist, dass 13 Prozent der Frauen mehr als fünf Stunden in der Woche mit Putzarbeiten verbringen, während diese Zahl bei den Männern nur bei 4 Prozent liegt.
Belastung und Sauberkeitsverständnis
Die Wahrnehmung der Belastung durch Putzarbeiten zeigt ebenfalls signifikante Unterschiede. 82 Prozent der Frauen empfinden die Hausarbeit als belastend, während nur 67 Prozent der Männer diese Aussage treffen. Ein Drittel der Männer beschreibt das Putzen gar als wenig oder nicht belastend, wohingegen dieser Anteil bei den Frauen lediglich 18 Prozent beträgt. Dies legt nahe, dass die emotionale Belastung durch Hausarbeit unter Frauen erheblich höher ist.
Zusätzlich wird in der Studie deutlich, dass die Sauberkeitsstandards unterschiedlich interpretiert werden. Für 24 Prozent der Frauen bedeutet „sauber“ vor allem hygienisch rein, jedoch nur für 16 Prozent der Männer. Männer assoziieren Sauberkeit häufiger mit Ordnung, was sich in den Antworten widerspiegelt (30 Prozent bei Männern im Vergleich zu 19 Prozent bei Frauen).
Gründlichkeit im Putzverhalten
Ein weiterer interessanter Punkt der Studie ist, dass 69 Prozent der Frauen sich für gründlicher als ihre Partner halten. Demgegenüber bestätigt nur ein Viertel der Männer diese Auffassung, während 50 Prozent der Männer der Meinung sind, beide Partner seien gleich gründlich. Dies könnte auf ein Missverständnis über die Ansprüche an die Sauberkeit und Gründlichkeit zwischen den Geschlechtern hindeuten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Ergebnisse der Putzstudie 2025 sind nicht nur für das individuelle Putzverhalten aufschlussreich, sondern beleuchten auch die strukturellen Unterschiede in der Arbeitsverteilung im Haushalt. Gerade in weiterführenden Gesprächen zur Gleichstellung der Geschlechter ist es wichtig, solche Ergebnisse zu berücksichtigen. Künftige Schritte könnten darin bestehen, die Sichtweise auf Hausarbeit und die damit verbundene Belastung zu hinterfragen und Gleichheiten zu fördern.
Insgesamt zeigt die Studie das klare Putzverhalten von Frauen und Männern und eröffnet Raum für weitere Diskussionen über Geschlechterrollen in der Hausarbeit.

