Adipositas beeinträchtigt Gesundheit

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Bad Homburg. Mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Adipositas, einer Erkrankung, die als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Adipositas und Gesundheit stehen in einem engen Zusammenhang, denn diese chronische Krankheit hat weitreichende Auswirkungen auf die körperliche Verfassung und Lebensqualität der Betroffenen.

Adipositas ernst nehmen!

Die Betrachtung von Adipositas als reines Gewichtsproblem greift zu kurz. Laut Dr. med. Maida Ragibovic vom Sana Klinikum Offenbach ist Adipositas oftmals mit einer Vielzahl an Begleiterkrankungen verknüpft, darunter Essstörungen, Diabetes, Bluthochdruck und viele mehr. „Adipositas kommt nicht allein, sondern Hand in Hand mit anderen Erkrankungen, die die Behandlung noch schwieriger machen“, erläutert Ragibovic. Besonders Frauen sind häufig von gynäkologischen Komplikationen betroffen, die durch Adipositas begünstigt werden.

Adipositas wird in der Gesellschaft häufig falsch wahrgenommen. Die Vorstellung, es handle sich um ein Problem des Willens oder der Disziplin, ist weit verbreitet. Tatsächlich jedoch beeinflussen biologische, genetische und hormonelle Faktoren die Entstehung von Übergewicht. Eine einfache Ernährungsumstellung und mehr Bewegung reichen häufig nicht aus, um gegen diese Ursachen anzukämpfen.

Folgeerkrankungen ernst nehmen

DieARisiken, die mit Adipositas einhergehen, sind erheblich. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) standen im Jahr 2018 etwa 7 von 100 Krebserkrankungen in Deutschland im Zusammenhang mit Adipositas. Insbesondere für Typ-2-Diabetes stellen Übergewichtige ein erhöhtes Risiko dar – etwa 80 bis 90 Prozent der frisch diagnostizierten Fälle treten bei Menschen mit Übergewicht auf. Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wächst ebenfalls beträchtlich, wobei Adipositas auch häufig mit Schlafapnoe einhergeht, einer Erkrankung, die bei Betroffenen mehr als dreimal so häufig auftritt.

Um die langfristigen gesundheitlichen Folgen zu reduzieren, ist eine gezielte Gewichtsreduktion entscheidend. Bereits eine Abnahme von nur 5 Prozent des Körpergewichts kann das Risiko für Bluthochdruck senken. Ein Verlust von etwa 15 Prozent des Gewichts verbessert die Schlafqualität signifikant und verringert die Gefährdung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Unterstützung zur Gewichtsreduktion

Trotz der positiven Effekte einer Gewichtsreduktion ist es für viele Betroffene schwierig, auf eigene Faust erfolgreich abzunehmen. Die Inanspruchnahme medizinischer Unterstützung kann hier entscheidend sein. Durch moderne medikamentöse Therapien, kombiniert mit einem angepassten Lebensstil, können Betroffene nachhaltig Gewicht reduzieren und ihre Gesundheit verbessern.

Eine unverzichtbare Maßnahme ist auch der Austausch mit Ärzten über individuelle Ansätze und Therapien. Ein Diskussionsleitfaden für den Arztbesuch kann dabei helfen, Anliegen effizient zu kommunizieren und die passende Unterstützung zu finden.

Fazit

Die Thematik der Adipositas und Gesundheit ist besonders relevant für die Region und sollte in der Öffentlichkeit breiter diskutiert werden. Für viele Betroffene ist es wichtig, sich auf diesen ernsthaften Gesundheitszustand einzustellen und geeignete Schritte einzuleiten. Die Möglichkeit, die eigene Gesundheit durch Gewichtsreduktion zu verbessern, gibt Hoffnung und erfordert gleichzeitig ein umfassendes Bewusstsein für die Komplexität von Adipositas als chronische Erkrankung.

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