VoiceUp!-Studie 2025: Jugendliche fordern Mitsprache

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Berlin. Sechs Jugendliche des VoiceUp!-Jugendnetzwerks haben die Ergebnisse einer umfassenden Jugendbefragung präsentiert, die sie maßgeblich mitentwickelt haben. Die Umfrage beleuchtet, wie Jugendliche in Deutschland die aktuellen politischen Debatten wahrnehmen und welche Erwartungen sie an die Bundesregierung haben. Das zentrale Thema: Junge Menschen fordern Mitsprache.

Junge Stimmen werden gehört!

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer bundesweit repräsentativen Befragung von 1.500 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 26 Jahren, ergänzt durch Ideenwerkstätten in Wolgast und Gelsenkirchen. Dieser partizipative Ansatz hat es den Jugendlichen ermöglicht, die Themen selbst zu formulieren, ihre Fragen zu entwickeln und die Resultate zu interpretieren.

Eine Umfrage, die von jungen Menschen für junge Menschen erstellt wurde, ist ein Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. „Wir wollen nicht, dass über unsere Zukunft gesprochen wird, ohne dass wir gefragt werden“, sagte ein Mitglied des VoiceUp!-Netzwerks. Die Umfrage zeigt eindrücklich, dass sich die junge Generation in zentralen politischen Fragen oft nicht berücksichtigt fühlt.

Zentrale Ergebnisse der Jugendbefragung

Die Ergebnisse der Jugendbefragung verdeutlichen mehrere schmerzhafte Wahrheiten:

  • 78 % der Jugendlichen empfinden gesellschaftlichen Zusammenhalt als notwendig, um optimistisch in die Zukunft zu blicken, doch nur 43 % erleben diesen tatsächlich.
  • Ein Drittel der Befragten gibt an, sich nicht zur Gesellschaft zugehörig zu fühlen.
  • 59 % sind der Meinung, dass die politischen Meinungen zunehmend auseinanderdriften.

Darüber hinaus erhielt die Thematik der Wehr- oder Sozialdienstpflicht Aufmerksamkeit, wobei die Meinungen unter den jungen Menschen geteilt sind: 36 % befürworten eine Pflicht, während 39 % dagegen sind. „Wenn es um Pflichten wie Wehr- oder Sozialdienst geht, gehört unsere Stimme dazu – es geht schließlich um uns“, betonte ein weiterer Sprecher des Netzwerks.

Politische Forderungen an die Bundesregierung

In ihrer Präsentation formulierten die sechs jugendlichen Sprecher:innen klare politische Forderungen. Dazu zählen:

  • Eine verstärkte Demokratieförderung,
  • Ein flächendeckendes Wahlrecht ab 16 Jahren,
  • Verbindliche Mitbestimmung von Jugendlichen in Bundes- und Landeskommissionen,
  • Klare Perspektiven in sozial- und bildungspolitischen Fragen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Ergebnisse dieser Befragung kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da Kinder und Jugendliche in Deutschland häufig in der politischen Diskussion unterrepräsentiert sind. In vielen Regionen ist nicht einmal jede fünfte Person unter 25 Jahren. Dies führt dazu, dass die Interessen junger Menschen oft nicht ausreichend gehört werden, insbesondere in einem politischen Klima, in dem über 40 % der Wahlberechtigten älter als 60 Jahre sind.

VoiceUp! setzt sich aktiv dafür ein, die Stimme der jungen Generation zu stärken und ihre Interessen in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen. Denn die Forderung Junge Menschen fordern Mitsprache ist nicht nur ein Appell, sondern auch ein dringendes Erfordernis für eine generationengerechte Politik in Deutschland.

Den vollständigen Ergebnisbericht und weitere Materialien finden Sie auf der Website von VoiceUp!.

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