Wien. Der Technologiehersteller RISE hat den Zuschlag von gematik erhalten, um den zentralen Dienst „Proof of Patient Presence“ (PoPP) im deutschen Gesundheitswesen umzusetzen. PoPP ist ein essenzieller Bestandteil der Telematikinfrastruktur 2.0 (TI 2.0), der künftig einen digitalen, ortsunabhängigen und sicheren Nachweis erbringt, dass Versicherte und Leistungserbringer sich in einem medizinischen Versorgungskontext befinden.
Digitaler Nachweis im Gesundheitswesen
Die Implementierung von PoPP wird in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Stufe wird der Dienst in Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) des Patienten bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen in Kliniken und während mobiler Versorgungsszenarien, wie Haus- und Heimbesuchen, eingeführt. In der zweiten Phase wird die Nutzung mittels Smartphone der Versicherten sowie die Nutzung der GesundheitsID in Telemedizin-Szenarien wie Videosprechstunden und Online-Diensten ermöglicht.
„PoPP markiert einen wichtigen Nutzungs- und Technik-Meilenstein in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens“, sagte Dr. Mario Bernhart, Mitglied der Geschäftsführung von RISE. Der Dienst unterstützt nicht nur mobile Versorgungsszenarien, sondern gewährleistet auch die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzerdaten.
Der Zeitplan für die Umsetzung
Die erste Umsetzungsstufe von PoPP hat bereits begonnen und soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Anschließend wird die zweite Phase starten, mit dem Ziel, den PoPP-Dienst bis Ende 2026 in Verbindung mit der GesundheitsID produktiv bereitzustellen. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, moderne digitale Ansprüche im Gesundheitswesen zu erfüllen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Wichtige Aspekte der Telematikinfrastruktur
Der neue PoPP-Dienst wird als zentraler Bestandteil der TI 2.0 etabliert, die für den Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten und Fachdienste notwendig ist. Diese Infrastruktur wird in vielen Bereichen eingesetzt, insbesondere in der Kommunikation zwischen Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern. RISE hat seit 2006 eine führende Rolle im Aufbau und der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur in Deutschland gespielt. Dazu gehören unter anderem der Ausbau von hochsicheren Patientenakten und die Bereitstellung von sicheren Kommunikationsdiensten für Ärzte.
In der Gesundheitsbranche zeichnet sich ein Trend hin zur verstärkten Digitalisierung ab, der durch Dienste wie PoPP und die Nutzung der GesundheitsID gefördert wird. Diese Entwicklungen könnten nicht nur die Effizienz und Zugänglichkeit medizinischer Leistungen in der Region steigern, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in digitale Gesundheitslösungen stärken.
Fazit
Die Einführung des „Proof of Patient Presence“ stellt einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens dar. Für Bürgerinnen und Bürger eröffnet dies neue Möglichkeiten der Gesundheitsversorgung, insbesondere durch die Integration moderner Technologien wie die GesundheitsID. Der erfolgreiche Abschluss der ersten Umsetzungsstufe bis Mitte 2026 und die folgenden Entwicklungen werden entscheidend sein, um die Qualität und Sicherheit der Gesundheitsdienstleistungen in der Region nachhaltig zu verbessern.

