Frankfurt. Die ersten neun Monate des Jahres 2025 haben dem europäischen Büromarkt trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds Stabilität gegeben. Der Flächenumsatz in 18 europäischen Top-Märkten erreicht insgesamt rund 5,9 Millionen Quadratmeter, was einen Anstieg von ca. 2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Die Analyse von BNP Paribas Real Estate zeigt, dass insbesondere der Frankfurter Markt mit einem Umsatz von 501.000 Quadratmetern (+63 % im Vorjahr) an Dynamik gewonnen hat, was ihn zum stärksten Büromarkt in Deutschland macht.
Büromarkt stabilisiert sich
In den ersten neun Monaten des Jahres wird in den deutschen Big 6 insgesamt ein Flächenumsatz von 1,9 Millionen Quadratmetern verzeichnet. Frankfurt hebt sich mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung hervor. Über 42 % des Umsatzes entfielen auf große Büroflächen über 10.000 Quadratmeter, vor allem aus den Bereichen Banken und Beratungsgesellschaften.
Die Marktdynamik unterscheidet sich jedoch erheblich von Stadt zu Stadt. Während Frankfurt und London stabile Zuwächse verzeichnen, kämpft Paris mit einem Flächenumsatz von nur 1,09 Millionen Quadratmetern und einem Rückgang von 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Ähnliche negative Trends zeigen sich in Rom und Brüssel, wo die Leerstandsquoten ansteigen.
Im europäischen Vergleich ist der Leerstand trotz eines insgesamt gestiegenen Marktangebots forciert. Er verdoppelt sich auf 23 Millionen Quadratmeter; die durchschnittliche Leerstandsquote beträgt 9,0 %. Obwohl der Leerstand in manchen Märkten wie London und Dublin zurückgeht, bleibt er in vielen anderen Städten, insbesondere in älteren Bestandsgebäuden, hoch.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Nachfrage nach modernen, zentralen Büroflächen bleibt hoch und scheint in den kommenden Monaten stabil zu bleiben. Eine steigende Zahl von Unternehmen ruft immer mehr Mitarbeitende zurück ins Büro. Dadurch bleiben die Spitzenmieten in den meisten europäischen Städten unter Druck. Mit 54 Euro/m² in Frankfurt verzeichnet die Stadt einen Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr, was sie zu einem der teuersten Märkte in Deutschland macht.
Um den Herausforderungen des Leerstands entgegenzuwirken, wird in vielen Regionen alte Büroflächen zunehmend umgenutzt. Dies geschieht vor allem zur Entwicklung von Wohnungen oder Hotels. Ein anhaltender Fokus auf Lagequalität und moderne Ausstattung deutet darauf hin, dass die Zukunft des gesamten Marktes von hochqualitativen Immobilien geprägt sein wird.
Insgesamt präsentiert sich der europäische Büromarkt 2025 solide, auch wenn die vollständige Markterholung noch aussteht. Da viele Unternehmen zunehmend ihre Büroflächen anpassen und die Nachfrage nach zentralen Lagen ungebrochen bleibt, ist mit einer stabilen Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren zu rechnen. Letztlich bleibt der europäische Büromarkt 2025 ein Schlüsselfeld für Investoren und Vermieter, deren strategische Entscheidungen über den Erfolg ihrer Immobilienprojekte entscheiden werden.

