DVR Vision Zero Award 2025 vergeben

Anzeige
Digitale Realität

Berlin. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat am 9. Dezember 2023 die besten Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mit dem DVR Vision Zero Award 2025 ausgezeichnet. Der Preis würdigt Projekte, die dazu beitragen, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten auf null zu senken. Dies geschah im Rahmen der Veranstaltung „DVR Arena“ in der Wartehalle Berlin, wo insgesamt 9.000 Euro an Preisgeldern vergeben wurden.

Innovative Projekte preisgekrönt

Die Auszeichnung umfasst drei Projekte, die sich durch ihre innovativen Ansätze und positive Wirkung hervorgetan haben.

Hauptpreis für die Fraunhofer Accident Prevention School

Den Hauptpreis in Höhe von 5.000 Euro erhielt die Fraunhofer Accident Prevention School (FAPS) in Dresden. Dieses 2020 ins Leben gerufene Projekt des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme zielt darauf ab, Jugendlichen, die in der Verkehrserziehung oft nicht ausreichend vertreten sind, wichtiges Wissen über Unfallursachen zu vermitteln. Durch den Einsatz von Virtual-Reality-Brillen erleben 13- bis 15-Jährige reale Unfallszenarien aus der Perspektive verschiedener Verkehrsteilnehmer und erarbeiten Lösungen basierend auf Unfalldaten aus ihrem Schulumfeld.

„Die Fraunhofer Accident Prevention School macht aus Verkehrserziehung einen aktiven Lernprozess. Jugendliche erleben nicht nur, wie ein Unfall entsteht – sie verstehen ihn,“ sagte Manfred Wirsch, Präsident des DVR und Jury-Mitglied.

Zweiter Platz für Kinderverkehrsgarten in Mönchengladbach

Der zweite Platz und 3.000 Euro gingen an den Kinderverkehrsgarten „Immer oben auf“ in Mönchengladbach. Dieses seit 2022 bestehende Projekt bietet Kindern im Vorschulalter einen sicheren Raum, um die Grundlagen der Verkehrserziehung spielerisch zu erlernen. Unter fachlicher Anleitung lernen die Kinder, sich im Verkehr zurechtzufinden und Gefahren richtig einzuschätzen.

„Der Kinderverkehrsgarten setzt neue Maßstäbe für frühe Verkehrserziehung. Er vermittelt Kindern Sicherheit und Orientierung,“ erklärte Christiane Leonard, Vizepräsidentin des DVR.

Dritter Platz: Radfahrtraining für Migrantinnen

Der dritte Platz, dotiert mit 1.000 Euro, ging an das Projekt „Radfahrtraining für Migrantinnen“, das seit 2013 in Goch von der Verkehrswacht Kreis Kleve durchgeführt wird. In acht- bis zehnwöchigen Kursen lernen Migrantinnen grundlegende Radfahrtechniken und die Regeln der Straßenverkehrsordnung. Bisher haben über 200 Frauen durch dieses Training ihre Mobilität und Selbstständigkeit gestärkt.

„Das Radfahrtraining für Migrantinnen eröffnet Frauen Mobilität – und damit neue Möglichkeiten für einen selbstbestimmten Alltag,“ erläuterte Kurt Bodewig, Vizepräsident des DVR.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Für das kommende Jahr wird der DVR Vision Zero Award 2026 bereits ausgeschrieben. Bis zum 31. Mai 2026 können Interessierte ihre Projekte einreichen. Insgesamt stehen erneut 9.000 Euro als Preisgelder zur Verfügung. Dies bietet Kommunen, Bildungseinrichtungen und Organisationen die Möglichkeit, ihre Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einzubringen und zu fördern.

Der DVR Vision Zero Award 2025 zeigt, wie wichtig innovative Ansätze in der Verkehrserziehung sind, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen. Jede erfolgreiche Initiative trägt zur verantwortungsbewussten Gestaltung des Straßenverkehrs bei und ist ein Schritt in Richtung einer sicheren Mobilität für alle.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel