Essen. Laut der diesjährigen Weihnachtsumfrage der FOM Hochschule geben die Deutschen im Durchschnitt 502 Euro für Geschenke aus. Die Umfrage zeigt außerdem auffällige Unterschiede im Konsumverhalten zwischen verschiedenen Altersgruppen und Geschlechtern. Über 2.000 Teilnehmer haben an der Studie teilgenommen.
Hohe Ausgaben für Geschenke
In der aktuellen Weihnachtsumfrage 2025 berichten die Befragten, dass sie trotz steigender Lebenshaltungskosten nicht sparsam sein wollen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer plant, im Vergleich zum Vorjahr gleich viel oder sogar mehr für Geschenke auszugeben. Die Generation X, bestehend aus Personen im Alter von 45 bis 60 Jahren, gibt mit 598 Euro den höchsten Betrag aus. Im Gegensatz dazu zeigt die Generation Z (18 bis 28 Jahre) das sparsamste Verhalten mit lediglich 270 Euro.
Die Umfrage verdeutlicht auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer geben im Schnitt 590 Euro aus, während Frauen lediglich 416 Euro für Geschenke einplanen. „Die Unterschiede zwischen den Generationen verdeutlichen, wie stark wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Lebensphase das Konsumverhalten prägen“, erklärt Prof. Dr. Oliver Gansser, der wissenschaftliche Leiter der Umfrage.
Beliebteste Geschenke und Trends
Die Umfrage zeigt, dass Bücher die beliebtesten Geschenke unter den Weihnachtsbäumen sind, gefolgt von Reisen, Freizeitaktivitäten und Essensgeschenken. Während 64 Prozent der Befragten Bücher verschenken, stehen Reisen und Erlebnisse bei 51 Prozent und Lebensmittel bei 50 Prozent hoch im Kurs. Im Vergleich dazu sind Gutscheine und Geldgeschenke weniger gefragt.
Besonders interessant ist der Trend, dass sich viele Befragte auch selbst beschenken. Mehr als ein Viertel der Teilnehmer gibt an, sich an Weihnachten etwas zu gönnen.
Online vs. Stationärer Handel
Die Umfrage weist zudem darauf hin, dass das Online-Shopping in diesem Jahr erneut dominiert. 67 Prozent der Befragten kaufen ihre Geschenke online. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei den jüngeren Generationen: 80 Prozent der Generation Z und 84 Prozent der Generation Y nutzen digitale Plattformen für ihren Einkauf. Im Gegensatz dazu bevorzugen ältere Generationen immer noch den stationären Handel.
Prof. Gansser beschreibt diese Entwicklung: „Der Online-Warenkorb ist für viele der neue Einkaufsbummel.“ Dennoch haben stationäre Anbieter die Chance, durch Erlebnis und Qualität zu überzeugen, um ihre Relevanz zu sichern.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Insgesamt zeigt die Weihnachtsumfrage FOM Hochschule, dass das Konsumverhalten stark von Generation und Geschlecht geprägt ist. Für die Bürgerinnen und Bürger in Essen und Umgebung kann dies bedeuten, dass stationäre Einzelhändler innovative Wege finden müssen, um ihre Kunden zu erreichen, während Online-Plattformen weiterhin stark wachsen. Die Ergebnisse der Umfrage bieten wertvolle Einblicke, die möglicherweise das Kaufverhalten während der bevorstehenden Feiertage beeinflussen werden.
