Terre des Hommes warnt vor Risiken für afghanische Familien

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Osnabrück. Rund 1.800 Afghaninnen und Afghanen, die eine deutsche Aufnahmezusage aus verschiedenen Programmen erhalten haben, warten verzweifelt auf ihre Evakuierung nach Deutschland. Über 70 Prozent dieser Personen sind Frauen und Kinder. Die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes fordert die Bundesregierung auf, die Aufnahmezusagen einzuhalten und die Betroffenen endlich in Sicherheit zu bringen.

Hilfe für afghanische Familien

Die Situation für viele Betroffene ist dramatisch. Unter ihnen befindet sich ein ehemaliger Mitarbeiter von Terre des Hommes, der aufgrund seines Engagements für Frauen- und Kinderrechte in Afghanistan stark gefährdet ist. Der Mann und seine Familie haben Todesdrohungen von den Taliban erhalten und mussten mehrfach untertauchen, um sich vor repräsentierbaren Gefahren zu schützen. Nachdem sie ihre Schutzbedürftigkeit gegenüber den deutschen Behörden nachweisen konnten, erhielten sie eine Aufnahmezusage und reisten nach Pakistan aus.

„Als gebildeter Mensch, der sich stets bemüht hat, anderen zu dienen und die Menschenrechte – insbesondere die Rechte von Frauen und Kindern – zu schützen, benötige ich nun selbst Schutz. Ich hoffe inständig, dass die Bundesregierung weiterhin Menschen wie uns unterstützt, die ihr Leben humanitärem Engagement gewidmet haben und nun Sicherheit suchen“, sagte der Betroffene.

Die Rechtsanwältin Nina Hager, die viele Afghaninnen und Afghanen vertreten hat, betont, dass aufgrund einer auslaufenden Vereinbarung mit Pakistan ab 2026 Abschiebungen nach Afghanistan drohen. Dort sind viele Betroffene Verfolgung, Folter und sogar dem Tod ausgesetzt. „Der Umgang mit Menschen, die sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte eingesetzt haben, ist rechtlich und moralisch unhaltbar“, erklärt Hager weiter.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die weiterhin angespannten Sicherheitsbedingungen für Afghaninnen und Afghanen erfordern dringende Maßnahmen seitens der Bundesregierung. Die Forderung nach sofortiger Evakuierung und Schutz dieser vulnerablen Gruppen ist nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine moralische Pflicht. Die Diskrepanz zwischen dem politischen Handeln und den Versprechen, die der deutschen Regierung gemacht wurden, verstärkt das Gefühl der Ohnmacht unter den Betroffenen.

Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig der Schutz der Menschenrechte Afghaninnen und Afghanen ist. Notwendige Schritte, um diese Krisensituation zu lösen, stehen im Mittelpunkt humanitärer Forderungen. Die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes und viele weitere Gruppen fordern die Öffentlichkeit auf, sich für die Evakuierung der gefährdeten Familien einzusetzen und das Engagement für Menschenrechte zu unterstützen.

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