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Weihnachten mit Demenz: So gelingen entspannte Feiertage mit erkrankten Angehörigen

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Alte Erinnerungen schaffen schöne Momente

Die Weihnachtszeit stellt Familien mit demenzkranken Angehörigen vor besondere Herausforderungen. Zwischen dem Wunsch nach einem „normalen“ Fest und den speziellen Bedürfnissen der erkrankten Person gilt es, die richtige Balance zu finden. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gibt praktische Tipps für harmonische Feiertage. „Menschen mit Alzheimer können sich zwar immer weniger an aktuelle Erlebnisse erinnern, aber alte Erinnerungen sind oft noch lange lebendig“, erklärt Astrid Marxen von der AFI.

Besonders wertvoll sind Aktivitäten, die positive Erinnerungen wecken: gemeinsames Singen, Musik aus früheren Zeiten, das Durchblättern alter Fotoalben oder das Erzählen von Geschichten aus der Vergangenheit. Auch bei den Weihnachtsvorbereitungen wie Plätzchenbacken oder Dekorieren können schöne gemeinsame Stunden entstehen. Als Geschenke eignen sich Musik-CDs von früher, Bildbände von vertrauten Orten oder Präsente, die die Sinne ansprechen – etwa Fühlbücher, Nesteldecken oder ätherische Öle.

Weniger ist mehr: Ruhige Atmosphäre statt großer Runden

Die richtige Planung macht den Unterschied. Pflegende Angehörige sollten das Fest im Voraus strukturieren und dabei die individuellen Bedürfnisse der erkrankten Person berücksichtigen. Ein gemütlicher Nachmittagskaffee in kleiner Runde ist oft entspannter als ein spätes Abendessen mit vielen Gästen. Große Familienfeste können schnell überfordern – besser ist es, Besuche zeitlich zu staffeln und auf eine ruhige Atmosphäre ohne zu viele gleichzeitige Gespräche oder laute Musik zu achten. Rückzugsmöglichkeiten sollten eingeplant werden.

Vertrautes gibt Sicherheit: Die Feier sollte an bekannten Orten stattfinden, gewohnte Routinen wie Mahlzeiten und Tagesabläufe sollten beibehalten werden. Bei Bewohnern von Pflegeheimen empfiehlt die AFI, die Feiertage dort zu verbringen, da kurze Ausflüge ins frühere Zuhause oft zu Verwirrung führen. Wird die erkrankte Person unruhig oder verwirrt, helfen beruhigende Gespräche, Musik oder ein kurzer Spaziergang besser als Korrekturen. „Entscheidend ist, sich über die kleinen gemeinsamen Augenblicke zu freuen und die schönen Momente im Kreise der Lieben zu genießen“, betont Marxen. Pflegende Angehörige dürfen dabei auch auf sich selbst achten und Pausen einplanen.

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