Bad Sulza. Im Jahr 2024 entfallen etwa 2,5 Millionen Übernachtungen auf die 18 Heilbäder und Kurorte Thüringens. Die Attraktivität dieser Regionen hängt maßgeblich von der Qualität der Luft, den natürlichen Ressourcen und der unberührten Landschaft ab. Um die Klimaziele bis 2040 zu erreichen, streben die Kurorte eine Klimaneutralität in Thüringens Kurorten an und setzen auf nachhaltige Strategien zur Reduktion der CO2-Emissionen.
Nachhaltige Heilbäder im Fokus
Um ihre Position als Gesundheitsziele zu behaupten, setzen vier Modellorte – Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Sulza und Saalfeld – im Rahmen des Projektes „Auf dem Weg zum klimaneutralen Kurort“ verschiedene Maßnahmen um. Diese zielen darauf ab, den CO2-Ausstoß, der vor allem durch den Tourismus verursacht wird, erheblich zu senken. Der Schwerpunkt liegt auf einer klimafreundlichen Ortsentwicklung, die die Anforderungen des Klimaschutzes mit dem Bedürfnis nach Erholung vereinbart.
Einer der entscheidenden Faktoren in der CO2-Bilanz ist die Mobilität der Besucher. Zahlreiche Kurorte arbeiten daran, die Anreise nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehört der Ausbau von Öffentlichen Verkehrsmitteln und Shuttleservices, wie der Hainichbus, der den Baumkronenpfad mit Eisenach verbindet. Darüber hinaus wird in Bad Langensalza im Jahr 2026 der ÖPNV in die örtliche Kurkarte integriert.
Energieeffizienz in den Einrichtungen
Die Gesundheitsbeschäftigen, darunter Thermen und Kliniken, sind signifikante Energieverbraucher. Daher setzen mehrere Kurorte verstärkt auf die Modernisierung ihrer Heizungs- und Lüftungssysteme sowie den Einsatz erneuerbarer Energien, wie Geothermie und Solarthermie. In Bad Sulza wird beispielsweise die Umsetzung von nachhaltigen Zertifikaten wie GREENSIGN kontinuierlich gefördert, um Transparenz zu schaffen und die Attraktivität der Region zu steigern.
„Klimaschutz und Tourismus verfolgen gemeinsame Interessen: Die Erhaltung von Orten, die auch künftig gesundheitsfördernd und attraktiv bleiben“, sagte ein Vertreter des Thüringer Heilbäderverbandes.
Ein weiterer Schlüssel zur Erreichung der Klimaneutralität ist die Verwendung regionaler Heilmittel. Durch Techniken wie Wärmerückgewinnung oder den Einsatz energiesparender Beleuchtung in Heilbädern wird der ökologische Fußabdruck deutlich reduziert. Initiativen wie „Das grüne Herz“ in Saalfeld veranschaulichen den Gästen die Herkunft lokaler Produkte und fördern so die regionale Wertschöpfung.
Ganzheitliche Ansätze zur Nachhaltigkeit
Die Kurorte legen zudem großen Wert auf eine nachhaltige Ernährung. Regionale und biologische Produkte sind in den Kliniken und Restaurants Teil des Angebots. Dadurch wird nicht nur der CO2-Ausstoß gesenkt, sondern auch das Gesundheitsprofil der Region gestärkt. Zudem werden klimafreundliche Freizeitaktivitäten, wie geführte Wanderungen und Gesundheitsprogramme, gefördert, um ein abwechslungsreiches Erlebnis mit einem geringen ökologischen Fußabdruck zu vereinen.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschließend lässt sich feststellen, dass die Umstellung auf klimaneutrale Strategien entscheidend für die Zukunft der Kurorte in Thüringen ist. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sind bereits zahlreiche Maßnahmen implementiert worden, die sowohl den Tourismus als auch den Klimaschutz fördern. Die Klimaneutralität in Thüringens Kurorten steht somit nicht nur für einen lokalen Ansatz, sondern könnte auch als Modell für andere Regionen dienen. Weitere Informationen hierzu sind beim Thüringer Heilbäderverband abrufbar.

