Jessy Wellmer passt Garderobe an

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Osnabrück. Jessy Wellmer, die Moderatorin der „Tagesthemen“, äußert sich in einem Interview zur aktuellen Lage der Nachrichten und deren Einfluss auf ihre Kleidung. Angesichts der belastenden Nachrichtenlage hat sie entschieden, auf fröhliche Outfits zu verzichten und stattdessen dunklere Farben zu bevorzugen. Die Jessy Wellmer Nachrichten-Outfit wird somit stark von der aktuellen Multikrise geprägt.

Neue Garderobe für Nachrichten

In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte Wellmer, dass sie in Anbetracht der düsteren Nachrichtenlage nicht mehr zu bunten Kleidungsstücken greifen kann: „Ich kann nicht Apricot, Flieder und Hellgrün anziehen, wenn die Ukraine schwere Angriffe erlitten hat“, so die Journalistin. Sie berichtet, dass viele ihrer fröhlichen Kleidungsstücke ungetragen in ihrer Garderobe hängen.

Wellmer beschreibt auch die Herausforderungen, die mit der Kleiderwahl während einer WM verbunden sind: „Eine WM ist allerdings auch nicht unproblematisch. Bei der ‚Sportschau‘ wurde mir immer vorgeworfen, dass ich die Farben des falschen Vereins trage.“ Sie verdeutlicht, dass die Farbauswahl oft auch unerwartete Reaktionen hervorrufen kann, wie bei ihrem gelben Hosenanzug beim Interview mit Christian Lindner, der fälschlicherweise mit der FDP assoziiert wurde.

Der Unterschied zwischen Beruf und Privatleben

Außerhalb der Kamera pflegt Wellmer einen ganz anderen Stil. Sie trägt privat gerne große, bunte und gemusterte Kleidungsstücke, während sie im Studio auf einfarbige Kleidung setzen muss. „Fernseh-Kleidung ist ein Kapitel für sich. Da kann das Hochwertige billig aussehen und das Günstige hochwertig“, erklärte sie. Wellmer führt weiter aus, dass ein bestimmten Stil notwenidig sei, um im Fernsehen gut auszusehen, trotz der Herausforderung, dass man auf dem Bildschirm oft schwerer aussieht.

In den Kulissen der ARD-Nachrichten ist es nicht unüblich, dass Kleidungsstücke den Besitzer wechseln. „Es gibt einen Fundus für alle, die in der ‚Tagesschau‘ und den ‚Tagesthemen‘ vor die Kamera treten“, so Wellmer. „Das ist wie ein Basar.“ Sie erklärt, dass Kleidungsstücke, die von anderen Moderatorinnen nicht mehr getragen werden, in diesen Fundus gelangen. Es ist ein gemeinschaftlicher Ansatz zur Kleiderwahl, bei dem jeder für seinen Stil das passende Stück finden kann.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Art und Weise, wie Journalisten und Moderatorinnen stilistisch mit der Nachrichtenlage umgehen, spiegelt nicht nur persönliche Vorlieben wider, sondern hat auch eine gesellschaftliche Relevanz. Wellmers Entscheidung, auf fröhliche Farben zu verzichten, kann als Spiegelbild der ernsten Themen in der heutigen Berichterstattung gesehen werden. Die Jessy Wellmer Nachrichten-Outfit zeigt, dass Mode im Journalismus auch eine Ausdrucksform für Gefühle und Einstellungen ist.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen und der Ernsthaftigkeit vieler Themen bleibt es spannend, wie sich der Modegeschmack in der Medienlandschaft weiterentwickeln wird. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden weiterhin darauf achten, welche Botschaft hinter der Kleidungswahl der Nachrichtensprecher*innen steht und wie deren Stil den digitalen Raum prägen kann.

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