Landesamt für Statistik Niedersachsen

Wirtschaftsentwicklung in Niedersachsen: Stabiler Trend und technische Umstellungen in Finanzämtern

Hannover. Die wirtschaftliche Lage in Niedersachsen bleibt stabil. Das zeigt der aktuelle Niedersachsen-Monitor 2025, den das Landesamt für Statistik Niedersachsen veröffentlicht hat. Sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch zentrale Indikatoren wie Erwerbstätigkeit, Bruttowertschöpfung und Gästezahlen entwickelten sich positiv. Gleichzeitig weist das Land auf organisatorische Änderungen hin. Die Finanzämter Nienburg/Weser und Stadthagen bleiben am 15. Dezember 2025 wegen technischer Arbeiten geschlossen. Die Wirtschaftsentwicklung Niedersachsen 2025 und die Auswirkungen administrativer Umstellungen stehen damit im Fokus der aktuellen Informationen.

Das niedersächsische Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2024 real um 0,4 Prozent auf über 381 Milliarden Euro. Die vorläufigen Daten für das erste Halbjahr 2025 zeigen sogar ein reales Wachstum von 1,0 Prozent. Nach Angaben des Statistikamts deutet dieses Plus auf eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung hin. Der Niedersachsen-Monitor fasst die wichtigsten Daten zusammen und liefert regionale Auswertungen, die ab Mitte Dezember als Broschüre erhältlich sind.

Arbeitsmarkt, Wertschöpfung und Ökolandbau

Der Arbeitsmarkt zeigte 2024 nur leichte Veränderungen. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb mit 4,25 Millionen Personen nahezu konstant. Rund drei Viertel davon arbeiteten im Dienstleistungssektor, rund ein Viertel im Produzierenden Gewerbe. In der Landwirtschaft lag der Beschäftigtenanteil bei 2,5 Prozent, womit Niedersachsen bundesweit zu den stärksten Regionen zählt.

Die Bruttowertschöpfung entwickelte sich je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich. Während die Dienstleistungen ein reales Plus von 0,9 Prozent verzeichneten, ging sie im Produzierenden Gewerbe im gleichen Umfang zurück. Mit 23 Prozent Anteil an der gesamtdeutschen Bruttowertschöpfung im Agrarsektor behauptete Niedersachsen erneut die Spitzenposition. Auch die landwirtschaftliche Produktion blieb damit ein essenzieller Faktor der Landesökonomie.

Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche in Niedersachsen stagniert. Zwar wuchs die Fläche ökologisch wirtschaftender Betriebe zwischen 2020 und 2023 um 0,8 Prozent auf rund 146.800 Hektar, doch der Gesamtanteil lag weiterhin bei 5,7 Prozent. Im Ländervergleich ist das der niedrigste Wert, wie das Statistikamt festhält.

Tourismus fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

Der Tourismussektor setzte seinen Erholungskurs fort. Im Jahr 2024 wurden über 46,1 Millionen Gästeübernachtungen gezählt. Das entspricht einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2023 und liegt nahezu wieder auf dem Niveau von 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Der Anteil ausländischer Gäste blieb mit 8,2 Prozent vergleichsweise gering. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verharrte bei drei Tagen.

Ein neues Dashboard des Landesamts liefert detaillierte Einblicke in die langfristigen Entwicklungen verschiedener Wirtschaftsbereiche und bietet ein umfassendes Bild über strukturelle Trends in Niedersachsen. Weitere statistische Datensätze stehen in der Online-Datenbank des LSN zur Verfügung (www.statistik.niedersachsen.de).

Technische Umstellungen: Finanzämter vorübergehend geschlossen

Parallel zu den statistischen Veröffentlichungen informierte das Landesamt für Steuern Niedersachsen über notwendige technische Umstellungsarbeiten. Die Finanzämter Nienburg/Weser und Stadthagen bleiben am Montag, 15. Dezember 2025, vollständig geschlossen. An diesem Tag sind die Telefonanlagen der Behörden ebenfalls nicht erreichbar. In den darauffolgenden Tagen kann es laut Landesamt weiterhin zu Einschränkungen kommen.

Für allgemeine steuerliche Fragen steht die landesweite Hotline der Finanzverwaltung zur Verfügung. Unter 0800 998 0 997 erreichen Bürgerinnen und Bürger die Auskunftsstelle von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 18 Uhr sowie freitags bis 15 Uhr. Steuererklärungen und Schreiben können während der Schließung in die Hausbriefkästen eingeworfen oder über MeinELSTER eingereicht werden.

Die Landesverwaltung bittet um Verständnis für die Einschränkungen. Sie betont, dass die technischen Arbeiten notwendig sind, um eine stabile und moderne IT-Struktur zu gewährleisten. Hinweise und weiterführende Informationen erhalten Interessierte über die zentralen Seiten der Steuerverwaltung (www.elster.de) sowie im Pressebereich des Landes Niedersachsen.

Im Zusammenspiel zeigen beide Mitteilungen ein facettenreiches Bild der Landesentwicklung. Einerseits weist die Wirtschaftsentwicklung Niedersachsen 2025 auf eine robuste Ausgangslage für Handel, Industrie und Dienstleistungen hin, andererseits erfordern infrastrukturelle Erneuerungen im Verwaltungsbereich vorübergehende Anpassungen. Für die Menschen in der Region bleiben zuverlässige Informationsangebote und digitale Kontaktwege dabei ein wichtiger Bestandteil des Behördenalltags.

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