8. Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum rückt Resilienz und Partnerschaft in den Fokus

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Berlin. Das Deutsch Ukrainisches Wirtschaftsforum Berlin startet am 15. Dezember im Haus der deutschen Wirtschaft und setzt mit rund 500 Gästen aus Politik und Wirtschaft ein starkes Signal für Zusammenarbeit, Wiederaufbau und wirtschaftliche Resilienz. Erstmals nehmen Bundeskanzler Friedrich Merz und die ukrainische Premierministerin Julia Svyrydenko gemeinsam teil. Beide werden am Nachmittag die Konferenz beschließen.

Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Themenbereiche: wirtschaftliche Resilienz und Wiederaufbau, Perspektiven der Verteidigungsindustrie und das zukünftige Wirtschaftsmodell der Ukraine. Neben Fachleuten aus Unternehmen diskutieren Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, der ukrainische Wirtschaftsminister Oleksii Sobolev sowie weitere hochrangige Vertreterinnen und Vertreter beider Länder.

Wirtschaftliche Dynamik und politische Signale

Zum Auftakt des Deutsch Ukrainisches Wirtschaftsforum Berlin betont DIHK Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov die beeindruckende Widerstandskraft der ukrainischen Wirtschaft trotz vier Kriegsjahren. Unternehmen investierten weiterhin im In und Ausland. Daraus ergebe sich ein Momentum, das genutzt werden müsse, um Kooperationen auszubauen und Innovationsimpulse zu stärken. Besonders die Integration der ukrainischen Sicherheits und Verteidigungsindustrie in europäische Lieferketten sei ein Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Sicherheit Europas.

Auch Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy und stellvertretender Vorsitzender des Ost Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, sieht die Konferenz als wichtigen Orientierungspunkt. Er kündigt gemeinsam mit deutschen Energieunternehmen eine Initiative an, die ukrainische Energieexpertinnen und Experten durch Training und technologischen Wissenstransfer stärkt.

Oliver Gierlichs, Präsident der AHK Ukraine, hebt die Bedeutung weiterer Reformen hervor. Langfristig seien verlässliche Rahmenbedingungen und konsequente Korruptionsbekämpfung entscheidend, um Investitionen aus dem Ausland zu sichern. Reisewarnungen erschwerten Geschäftsbeziehungen zusätzlich, weshalb er einen differenzierten Ansatz für die Westukraine anregt.

Die Konferenz findet vor dem Hintergrund intensiver geopolitischer Debatten statt. Die EU arbeitet an einem langfristigen Finanzierungskonzept für die Ukraine, das beim Gipfel am 18. Dezember vorgestellt werden soll. Der Austausch in Berlin gilt daher auch als wichtiger Stimmungstest für Unternehmen und politische Akteure.

Das aktuelle Programm ist über die Veranstalter abrufbar. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich, da die Konferenz ausgebucht ist. Der Veranstaltungsteil mit Bundeskanzler Merz wird zwischen 16 und 17 Uhr live vom Bundespresseamt gestreamt.

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