OTTO: Es ist Zeit für Gerechtigkeit für Migrantinnen

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Berlin. Am Internationalen Tag der Migrantinnen fordert die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) den Konzern OTTO auf, die Forderungen von 209 ehemaligen Beschäftigten der thailändischen Fabrik Royal Knitting anzuerkennen. Dabei geht es um ausstehende Löhne und Abfindungen, die insbesondere migrantischen Arbeiterinnen aus Myanmar zustehen. Die Fokus-Keyphrase migrantinnen arbeitsrechte otto beschreibt zentral den Ursprung und die Problematik des Falls.

Zeit für Gerechtigkeit: migrantinnen arbeitsrechte otto im Fokus

Die Beschäftigten der Royal Knitting Fabrik in Mae Sot, einer Grenzregion in Thailand, hatten für OTTO-Marken produziert. Nach der Schließung der Fabrik im Jahr 2020 verloren sie ihre Lebensgrundlage. Die Mehrheit von ihnen sind Migrantinnen aus Myanmar, die unter prekären Bedingungen lebten und arbeiten. Nach Erkenntnissen der CCC und der thailändischen MAP Foundation wurden ihnen seit 2018 Lohnzahlungen unterhalb des Mindestlohns vorenthalten. Insgesamt summieren sich die ausstehenden Ansprüche auf fast 850.000 Euro. Das höchste Arbeitsgericht Thailands bestätigte diesen Anspruch auf Nachzahlung.

Aussagen und Belege der Beschäftigten

Die ehemaligen Arbeiterinnen legten zahlreiche Dokumente vor. Diese belegen, dass sie bis 2020 Produkte für OTTO-Marken gefertigt haben. Dazu zählen Labels sowie Produktions-, Verpackungs- und Auftragsunterlagen, die OTTO als Auftraggeber ausweisen. OTTO dagegen bestreitet eine aktuelle Geschäftsbeziehung zur Royal Knitting Fabrik seit 2017 und argumentiert, dass das Unternehmen keine Verträge mit der Fabrik habe. Jedoch gab OTTO im Verfahren des deutschen Lieferkettengesetzes an, 2020 noch geschäftliche Verbindungen zu einem Unternehmen zu haben, das zu 84,5 Prozent an Royal Knitting beteiligt war.

Kritik an OTTO und Forderungen der CCC

Die Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert die Strategie von OTTO, die Aussagen der Arbeiterinnen und die vorgelegten Belege infrage zu stellen. Die CCC fordert stattdessen, den Betroffenen Glauben zu schenken und Verantwortung zu übernehmen. Felix Nickel von der CCC appelliert an OTTO, die Einflussmöglichkeiten gegenüber Zulieferern zu nutzen und endlich eine konstruktive Lösung herbeizuführen.

„Wir fordern OTTO auf: Believe the Workers! Handeln Sie verantwortlich!“, sagte Felix Nickel von der Kampagne für Saubere Kleidung.

Die Situation verdeutlicht, dass Migrantinnen in der Bekleidungsindustrie häufig von Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen betroffen sind. Die Region Mae Sot gilt laut Brahm Press von der MAP Foundation als besonders von Ausbeutung geprägt. Er berichtete, dass Fabrikbesitzer die Vielzahl an günstigen Arbeitskräften aus Myanmar ausnutzen und weit unter dem Mindestlohn zahlen.

  • Über 90 Prozent der Betroffenen arbeiteten in der Grenzregion Mae Sot (Thailand).
  • Ihnen wurden 12 bis 18 Monatsgehälter vorenthalten.
  • Vorliegende Gerichtsurteile bestätigen die Ansprüche.
  • OTTO verweigerte bislang eine Anerkennung der Verantwortung.
  • Zivilgesellschaftliche Akteure unterstützen die Forderungen nach Verhandlung und Gerechtigkeit.

Bezüglich weiterer Informationen zum Thema Lieferkette und Unternehmensverantwortung in der Textilindustrie siehe auch auf regionalupdate.de sowie offizielle Hinweise zum Lieferkettengesetz auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die Debatte um migrantinnen arbeitsrechte otto zeigt, wie eng globale Lieferketten mit regionalen Arbeitsbedingungen und Menschenrechten verbunden sind. Der Fall Royal Knitting hat eine Vielzahl ehemaliger Beschäftigter in einer schwierigen Lage zurückgelassen. Für die Menschen vor Ort bedeutet eine Anerkennung der Ansprüche nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch ein Signal gegen Ausbeutung. Der Fall wird weiterhin zivilgesellschaftlich begleitet, und es sind Gespräche zwischen OTTO und den Betroffenen angekündigt. Die Kampagne für Saubere Kleidung sowie lokale Organisationen setzen sich weiter für eine endgültige Lösung ein. Weitere Entwicklungen werden in der Region aufmerksam verfolgt.

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